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Wenn Geräusche zu Lärm werden

Im täglichen Leben sind wir ständig von Klängen und Geräuschen umgeben. Gespräche, Telefonklingeln, Kinderlachen oder Straßenverkehr: So richtig still ist es eigentlich nie, wenn man die Ruhe nicht bewusst aufsucht. Die ständige Geräuschkulisse ist jedoch auf Dauer eine Lärmbelastung für unsere Ohren.

Was ist Lautstärke?

Ob Geräusche schädlich für die Ohren sind, hängt in erster Linie von ihrer Laustärke ab. Gemessen wird diese mit Hilfe des Schalldruckpegels, der in Dezibel (dB) angegeben wird.

Wie das Bild zeigt, liegen raschelnde Blätter, Flüstern oder leichter Regen an der Fensterscheibe in einem Dezibelbereich, der für die Ohren angenehm ist. Mehrere Gespräche in einem Raum, Verkehrsgeräusche oder sogar quakende Frösche liegen bereits an der Grenze zum Lärm: Ab etwa 75 dB können Geräusche, die länger andauern, zur Belastung für das Gehör und den Körper im Allgemeinen werden.

Besonders für Arbeiter in Fabriken oder auf Flughäfen und Menschen, die an großen Verkehrsstraßen wohnen, hat die ständige Lärmbelastung Folgen: Neben der drohenden Hörschädigung können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Konzentrations- und Schlafstörungen auftreten. Auch Konzerte und häufige Diskothekenbesuche sollte man hinsichtlich ihrer Lärmbelastung nicht unterschätzen: mit über 100 dB liegt laute Musik nur knapp unter der Schmerzgrenze und bereits in einem Bereich, in dem Hörschäden schon nach kürzerer Einwirkung möglich sind.

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Was passiert bei ständigem Lärm?

Trifft der Schall auf das Trommelfell, wird er darüber in das Innenohr weitergeleitet. In der Hörschnecke, der Cochlea, befinden sich die Haarzellen, die durch die Wellenbewegung des Schalls stimuliert werden und den Reiz so an den Hörnerv weitergeben können.

Je lauter der Ton ist, desto höher ist der Druck, mit dem der Schall auf die Haarzellen trifft. Für die Vorstellung, was im Ohr passiert, wenn es starkem Lärm ausgesetzt ist, hilft ein Vergleich: Stellt man sich ein Getreidefeld vor, über das sanfter Wind weht, so wiegen sich die Ähren in der Bewegung. Ähnlich verhalten sich die Haarzellen, wenn wir leise oder normallaute (um die 50 dB) Geräusche hören. Sehr laute Musik oder anhaltender Lärm wirken in etwa so wie ein starker Sturm, der über das Feld zieht: Die Sinneszellen werden wie Kornähren zusammen gedrückt und verkleben. Folgt auf den „starken Wind“ – etwa ein Rockkonzert – eine Ruhephase, so können sich die Sinneszellen erholen und wieder aufrichten.

Extrem laute Geräusche, die ungefiltert auf die Ohren treffen, wirken dagegen wie ein Orkan und richten Schaden an: Im schlimmsten Fall brechen die Haarzellen ab oder fallen aus. Das Problem: Sie wachsen – anders als die Haare auf dem Kopf – nicht mehr nach. Ohne die Haarzellen werden jedoch akustische Signale nicht mehr an das Gehirn übertragen. Die Folge ist Schwerhörigkeit.

 

Wer ist gefährdet?
Vor allem Menschen, die jeden Tag mit Lärm zu tun haben, laufen Gefahr, früher oder später eine Hörschädigung davon zu tragen. Betroffene Berufsgruppen sind etwa Fabrikarbeiter, Flughafenarbeiter oder auch Musiker. Aber auch Menschen, die an Hauptverkehrsstraßen oder in Autobahnnähe wohnen, können nach einigen Jahren eine Hörminderung davontragen.

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