Ohrentzündung: Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Ohrentzündung: Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung
10 Min.
Erscheinungsdatum: 12. November 2025
Datum der letzten Überarbeitung: 23. Dezember 2025
Ohrentzündungen gehören zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche – besonders bei Kindern. Studien zeigen, dass rund 80 % aller Kinder bis zu ihrem dritten Geburtstag mindestens eine Ohrentzündung durchgemacht haben.1 Aber auch Erwachsene sind betroffen: Allergien, Nasennebenhöhlenentzündungen oder selbst eine einfache Erkältung können Ohrenentzündungen auslösen – somit ist man auch mit zunehmendem Alter keineswegs immun.2

Das Wichtigste in Kürze:
- Ohrentzündungen kommen häufig vor – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.
- Symptome sind meist Ohrenschmerzen, Druckgefühl, Hörprobleme, Fieber.
- Ursachen: Bakterien, Viren, Allergien, Wasser im Ohr, Passivrauchen.
- Behandlung: Schmerzmittel, ggf. Antibiotika, ärztliche Kontrolle.
- Vorbeugung: Hygiene, Impfungen, gesunde Ernährung, Rauchvermeidung.
- Tipp: Ohrentzündungen können zu vorübergehendem Hörverlust führen. Bei Unsicherheit nutzen Sie den kostenlosen Hörtest bei GEERS.

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Zum Online-HörtestWas ist eine Ohrentzündung?
Eine Ohrenentzündung (medizinisch: Otitis) ist eine Entzündung im Bereich des äußeren, mittleren oder inneren Ohres. Sie kann jeden treffen – vom Kleinkind bis ins hohe Alter. Wobei Ohrinfektionen bei Kindern sehr häufig vorkommen, sie zählen zu den Hauptgründen für Arztbesuche bei Babys und Kleinkindern. Bei älteren Menschen geht sie oft mit Erkältungen oder Allergien einher und kann das Hörvermögen vorübergehend beeinträchtigen.
Unbehandelte Ohrentzündungen können langfristig schwerwiegende Folgen haben, darunter Hörverlust. Laut WHO könnte bis 2050 etwa jeder vierte Mensch weltweit von einer Form der Hörminderung betroffen sein.3
Arten von Ohrentzündungen
Ohrinfektionen lassen sich nach dem betroffenen Bereich einteilen. Jede Form hat eigene Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze.
Typische Ursachen einer Ohrenentzündung
Ohrentzündungen entstehen aus unterschiedlichen Gründen. Besonders in der kalten Jahreszeit sind die Ursachen vielfältig:
- Bakterien & Viren: Häufig sind Ohrenentzündungen die Folge von Erkältungen oder Infekten
- Allergien: Sie sorgen für Schwellungen und behindern den Flüssigkeitsabfluss
- Wasser im Ohr: Ist ein idealer Nährboden für Keime, besonders nach dem Schwimmen
- Passivrauchen: Erhöht das Risiko, besonders bei Kindern9
- Immunschwäche: Begünstigt wiederkehrende Infektionen
Häufige Symptome
Eine Ohrentzündung kann je nach Art unterschiedliche Symptome haben. Die häufigsten Anzeichen sind:
- Stechende oder pochende Ohrenschmerzen
- Druck- oder Völlegefühl
- Vorübergehender Hörverlust oder dumpfes Hören
- Fieber, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit
- Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
Weiters können auch Reizbarkeit, Schlafstörungen und Flüssigkeitsaustritt aus dem Ohr hinzukommen.

Ohrenentzündungen diagnostizieren und behandeln
Eine ärztliche Diagnose ist entscheidend, um die richtige Therapie bei einer Ohrentzündung einzuleiten und Komplikationen zu vermeiden. Eine Infektion im Ohr kann zwar harmlos sein, doch wenn Schmerzen, Hörprobleme oder Schwindel auftreten, sollten Sie nicht lange warten. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, das Gehör regelmäßig kontrollieren zu lassen, da Entzündungen das Hörvermögen oft stärker beeinträchtigen können als gedacht.
Wiederkehrende Ohrentzündungen können das Hörvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Bleiben Hörprobleme länger bestehen, zögern Sie nicht, Ihr Gehör testen zu lassen.
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Wunschtermin sichernHausmittel & Vorbeugung bei Ohrentzündungen
Leichte Ohrenschmerzen bzw. Ohrentzündungen lassen sich oft mit einfachen Hausmitteln begleiten. Sie können die Heilung unterstützen und Beschwerden lindern. Dennoch gilt: Bei anhaltenden Schmerzen, Fieber oder Hörproblemen sollten Sie immer eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Diese Tipps können helfen, die Heilung zu unterstützen und die Symptome zu lindern:
- Viel trinken, damit der Körper besser gegen Viren und Bakterien arbeiten kann.
- Warme Umschläge oder Wärmekissen am betroffenen Ohr fördern die Durchblutung und können Schmerzen lindern.
- Schonung und ausreichend Schlaf stärken das Immunsystem.
- Keine Wattestäbchen verwenden, um das Ohr nicht zusätzlich zu reizen oder das Trommelfell zu verletzen.
- Auch das Entfernen von übermäßigem Ohrenschmalz sollte nur von Fachpersonal erfolgen, da falsche Reinigung das Risiko einer Infektion erhöhen kann.
Auch rezeptfreie Schmerzmittel, Kräuter und Öle zählen zu den besten Hausmitteln, um Ohrenschmerzen zu lindern.
Vorbeugung
Mit einfachen Maßnahmen können Sie das Risiko einer Ohrentzündung deutlich verringern:
- Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken senken das Infektionsrisiko.
- Mit guter (Hand-)Hygiene, besonders in der kalten Jahreszeit, haben Viren weniger Chance, in den Körper zu gelangen.
- Ohrenschutz beim Schwimmen verhindern, dass Wasser und Bakterien in den Gehörgang gelangen.
- Rauchfreie Umgebung, besonders für Kinder, da Passivrauchen das Risiko für Mittelohrentzündungen stark erhöht.
- Stärkung des Immunsystems durch ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und frische Luft.
- Schon bei einer beginnenden Erkältung mit Hausmitteln gegensteuern, z. B. Nasensprays mit Kochsalzlösung oder Inhalieren.
Komplikationen & Hörverlust
In den meisten Fällen heilt eine Ohrentzündung ohne Folgeschäden ab. Doch häufige oder unbehandelte Entzündungen können ernsthafte Komplikationen verurIn den meisten Fällen heilt eine Ohrentzündung ohne Folgeschäden ab. Doch häufige oder unbehandelte Entzündungen können ernsthafte Komplikationen verursachen:
- Narbenbildung am Trommelfell, die die Schallübertragung beeinträchtigt
- Schädigung der Gehörknöchelchen im Mittelohr
- Innenohrentzündungen, die Gleichgewicht und Hörvermögen betreffen können
- Dauerhafter Hörverlust, besonders bei älteren Menschen
Da Hörprobleme oft schleichend auftreten, bemerken viele Betroffene sie erst spät. Eine rechtzeitige Kontrolle kann helfen, bleibende Schäden zu vermeiden oder einzudämmen.
Unser Tipp: Lassen Sie Ihr Gehör regelmäßig prüfen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, was Sie bei einem Besuch bei einem Hörgeräteakustiker bzw. einer Hörgeräteakustikerin erwartet.
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