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Wie klingt denn meine Stimme?

10/12/2017
Andre
Ein Mann nutzt die Freisprechanlage seine Smartphones.

Diese Frage stellt man sich leicht überrascht, wenn man zufällig seine eigene Stimme „außerhalb des Körpers“ hört, zum Beispiel auf einem Anrufbeantworter oder in einer Videoaufnahme. Während man selbst seine Stimme als völlig fremd empfindet, erkennen andere keinen Unterschied zwischen Original und Aufnahme. Woran liegt das? Die Ursache erfahren Sie im Beitrag.

Luftleitung vs. Knochenleitung

Wie jeder Ton und jedes Geräusch verbreitet sich auch unsere Stimme, wenn wir sprechen, über Schallwellen durch die Luft. Diese treffen auf das Ohr unseres Gegenüber und werden ebenso „weiterverarbeitet“ wie alle anderen akustischen Signale. Auch man selbst nimmt die eigene Stimme über diesen äußeren Weg wahr. Doch das ist nicht alles: Wir hören unsere eigene Stimme noch über einen anderen, inneren Weg.

Dieser wird deutlich, wenn wir uns fest die Ohren zuhalten und sprechen: die eigene Stimme hört man trotzdem. Die Schallwellen breiten sich neben der sogenannten Luftleitung auch über die Knochenleitung aus. Das heißt, über den Gaumen, das Jochbein und die Schläfenknochen gelangen die Schallwellen unserer Stimme auch in unser Innenohr. Sie klingt so jedoch deutlich dumpfer, da die Knochen selbst und Muskelfasern den Schall dämpfen.

Im Ergebnis hören wir also, wenn wir sprechen, die Summe der Schallwellen von äußerer und innerer Leitung. Diese Töne kommen uns dann bekannt vor, so klingt für jeden einzelnen die eigene Stimme. Sprechen wir jetzt auf ein Tonband oder auf eine Mailbox, nimmt das Gerät lediglich die Schallwellen über die Luftleitung auf. Hören wir uns die Aufnahme an, fehlt der Teil der Schallwellen, die über die Knochenleitung ans Ohr dringt. Die eigene Stimme klingt deswegen fremd und anders.

Geräte verzerren zusätzlich

Neben der fehlenden „inneren Stimme“, tragen auch die Aufnahmegeräte selbst manchmal dazu bei, dass man seine eigene Stimme kaum wiedererkennt. So beschneiden Telefone beispielsweise die Frequenzbereiche. Höhen und Tiefen werden deswegen nicht korrekt wiedergegeben. Das erklärt zum einen, warum man die eigene Stimme völlig verzerrt hört, aber auch, warum manche Menschen eine „Telefonstimme“ haben und sich beim persönlichen Kontakt ganz anders anhören.

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