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Zukunftsmusik: Ohren aus dem Drucker

07/25/2016
Linda
3D Druck Ohr

Technik, die begeistert: 3D-Drucker, die kleine dreidimensionale Objekte oder sogar Miniaturausgaben der eigenen Person drucken, gibt es schon eine ganze Weile. Schnell erkannten Forscher auch das Potenzial für die Medizin und forschen seither am Druck von Knorpel, Knochen und Organgewebe. Mit Erfolg: Das erste Ohr wurde bereits erfolgreich „ausgedruckt“.

Der Bio-3D-Drucker macht's möglich

Die Technik, um menschliches Ersatzgewebe herzustellen, kommt aus den USA. Im Wake Forest Institute for Regenerative Medicine in Winston-Salem (North Carolina) konnte das Forscherteam nach mehr als zehn Jahren Entwicklung die ersten Ergebnisse des sogenannten „Integrated Tissue and Organ Printing System“, kurz ITOP, vorstellen. Darunter sind unter anderem ein Kieferknochen und eine menschliche Ohrmuschel. Grundstoff für diese Ersatzgewebe ist neben den Zellen ein biologisch abbaubares Polymer. Das gibt der Struktur des jeweiligen Druckobjektes die notwendige Festigkeit.

3D-Ohren – so gut wie ein richtiges Ohr?

Bei den bisherigen Entwicklungen steht vor allem die Ästhetik im Vordergrund, zum Beispiel um Kiefer nach Unfällen zu remodellieren oder eben Ohren zu haben, obwohl aufgrund eines Defekts keine Ohrmuschel angelegt war. Mit der neuen Technik sei es nach Forscherangaben möglich, die Zellen über Mikrokanäle mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Mehr noch: Um zu sehen, wie sich das Gewebe entwickelt, wurde das Ohr unter die Haut von Mäusen implantiert. Nach zwei Monaten hatten sich Blutgefäße und Knorpel gebildet. Das Resultat spricht also für die Gewebe aus dem 3D-Drucker.

Individuelle Lösungen möglich

Noch ist der biologische 3D-Druck zu teuer und nicht ausgereift genug, um Gewebe in Serie zu produzieren. Mit Hilfe von Forschung und Weiterentwicklung könnte er jedoch zukünftig lebendiges Gewebe sowie ganze Organe liefern und damit Menschen helfen, die auf ein neues Organ oder Knochengewebe warten. Was die Ästhetik, zum Beispiel bei einem Ohr, angeht, so orientieren sich die Forscher am jeweiligen Original. Bilder aus dem Magnetresonanz- oder Computertomografen geben die Vorlage für eine individuell angepasste Lösung für jeden einzelnen Patienten vor.

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