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Moderne Technik und Fortschritte im Bereich der Hörgeräte ermöglichen es, das Leben wieder mit allen Sinnen genießen zu können. Doch bieten aktuelle Hörsysteme noch viele weitere Funktionen, die Ihnen das Leben und den Alltag mit dem Hörgerät zusätzlich erleichtern. Welche Vorzüge diese modernen Geräte bieten, und was die Zukunft der Hörgeräte verspricht, erfahren Sie im Folgenden.

Überblick:

Was können moderne Hörgeräte?

  • Wiederaufladbare Hörgeräte
  • Digitale Vernetzung
  • Titan-Hörgeräte
  • Wearables und Hearables

Ausblick: Wie funktionieren die Hörgeräte der Zukunft?

  • Gedankensteuerung
  • Steuerung per Blickrichtung
Zusatzausstattung Hörgeräte

Was können moderne Hörgeräte?

Akkutechnik – Wiederaufladbare Hörgeräte

Hörgeräte erleichtern in vieler Weise das Leben. Doch ständig Batterien wechseln und als Ersatz bei längeren Reisen dabei haben zu müssen, wird oft als lästig empfunden. Die neueste Generation von Hörgeräten arbeitet mit Akkus - sodass diese Sorgen der Vergangenheit angehören. Denn sind die Akkus einmal aufgeladen, ermöglichen sie bis zu 24 Stunden ungestörten Hörgenuss. Dank der neuartigen Technologie sind die Lithium-Ionen-Akkus auch 40% langlebiger als herkömmliche Modelle.

Und mit dem Ladegerät können Sie Ihr Hörgerät so einfach laden wie Ihr Mobiltelefon. Bei manchen Modellen lässt sich die Ladeschale sogar gleichzeitig zur Trocknung des Hörgerätes sowie als schützendes Hartschalenetui verwenden.
 
Sollten Sie einmal vergessen, Ihr Hörgerät zu laden, ist das dank kurzer Ladezeiten und mobilen Ladegeräten auch kein Problem.

Ein weiterer Vorteil von Hörgeräten mit Akkus ist, dass künftig keine Batterien mehr entsorgt werden müssen. Denn der Abfall ist beträchtlich. Eine Person, die auf beiden Ohren ein Hörgerät trägt, würde je nach Gebrauch in 5 Jahren ungefähr 500 Zink-Luft Batterien verbrauchen. Hörsysteme mit Akku sind also nicht nur einfacher zu nutzen, sondern auch bedeutend umweltfreundlicher.

Bluetooth & Apps – Digitale Vernetzung

Die Digitalisierung spielt mittlerweile auch bei modernen Hörsystemen eine wichtige Rolle. So lassen sich moderne Hörgeräte drahtlos über Bluetooth mit dem Smartphone oder der Smartwatch verbinden. Ist das Hörgerät mit dem Mobiltelefon gekoppelt, kann man mit Android, iOS oder einem anderen Betriebssystem einfach und direkt über das Hörgerät telefonieren.

Oft lässt sich das Hörgerät auch mit zugehörigen Apps über das Smartphone steuern. Mit der sogenannten smarten Fernbedienung kann das jeweilige Hörprogramm drahtlos an die Geräuschkulisse angepasst sowie die Hörgeräte-Lautstärke für beide Ohren separat eingestellt werden. So lässt sich zum Beispiel in gut besuchten Restaurants das Stimmengewirr unterdrücken, sodass man sich auf sein Gegenüber konzentrieren kann. Umgebungsgeräusche wie Straßenlärm können gedämpft und Naturgeräusche wie Vogelgezwitscher verstärkt werden. Einige Apps beziehungsweise Hörgeräte erkennen bereits selbstständig das akustische Umfeld und passen sich automatisch an.

 

Hörgeräte Bluetooth
Ebenfalls gibt es Apps mit hilfreichen Tipps und Anleitungen zur Handhabung und Pflege Ihrer Hörgeräte sowie passende Apps für Tinnitus-Betroffene, die eine individuelle Klangbibliothek zur Linderung des Tinnitus bieten.

Manche Modelle lassen sich auch drahtlos mit TV- oder Audiogeräten verbinden. So werden Hörgeräte zu drahtlosen Kopfhörern, die den Ton direkt ins Ohr leiten, sodass Sie ihn in voller Klangstärke genießen können.​

Hörgeräte aus Titan

Es gibt Hörgeräte, die aus medizinischem Titan gefertigt sind. Das sorgt dafür, dass die Hörsysteme fest, leicht und widerstandsfähig sind. Das Hörgerät punktet nicht nur mit seiner minimalen Größe, sondern sitzt dank Maßanfertigung auch perfekt im Gehörgang.

 

Es ist diskret sowie wasser- und staubresistent. Außerdem kann sich das Titan-Hörgerät dank neuester Technik automatisch an Umgebungsgeräusche anpassen, ohne manuell eingestellt werden zu müssen.

Hearables und Wearables

Schon seit einiger Zeit findet man sogenannte Wearables – also kleine, am Körper tragbare, intelligente Geräte – am Markt. Dazu zählen unter anderem Smartwatches oder Fitnessarmbänder. Diese Wearables gibt es mittlerweile auch fürs Ohr: Hearables. Das sind smarte Kopfhörer, die zum Beispiel eine Wireless-Verbindung zum Smartphone sowie Sensoren zur medizinischen Überwachung und für Activity-Tracker bieten. Diese Wearables bzw. Hearables richten sich primär an Menschen mit intaktem Hörvermögen, weshalb Hearables auch nicht mit Hörgeräten gleichzusetzen sind.

 
Hearables dienen primär dazu, für gut hörende Menschen Geräusche zu filtern, die sie nicht hören wollen, während Hörgeräte für ein umfassend besseres Hörerlebnis für Hörgeschädigte stehen. Interessant sind Hearables daher besonders als Lifestyle-Produkt, um Musik, Telefongespräche und weitere digitale Signale direkt an das Ohr zu übertragen.

 

Ausblick: Wie funktionieren die Hörgeräte der Zukunft?

Trotz großer technischer Fortschritte in der Vergangenheit sind Hörgeräte heute noch nicht in der Lage, das menschliche Hörvermögen vollständig zu ersetzen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit 466 Millionen Menschen auf technische Hilfe beim Hören angewiesen. Um diesen Betroffenen besseres Hören zu ermöglichen, wird kontinuierlich geforscht und weiterentwickelt. Es gibt verschiedene Ansätze, wie in der Zukunft Hörgeräte funktionieren und gesteuert werden könnten.
Gedankensteuerung
Möglicherweise ist es in nicht allzu ferner Zukunft realisierbar, Hörgeräte mit den eigenen Gedanken zu steuern. Wissenschaftler wollen Hörgeräte entwickeln, die sich dynamisch an die willentliche Absicht ihres Trägers anpassen. Wenn Sie also zwischen zwei Gesprächsgruppen stehen und nur bei einer zuhören wollen, erkennt das Hörgerät, was Sie hören wollen und übertragt nur das gewünschte Gespräch.*
Steuerung per Blickrichtung
Über die Kopf- beziehungsweise die Augenbewegungen sollen moderne Modelle der Gesprächsabsicht des Hörgeräteträgers folgen können. Somit könnte sich eines Tages per Blickrichtung steuern lassen, wen oder was man hören möchte.**
Wiederbelebte Zellen im Innenohr
Forscher der Harvard University und der University of South California haben einen Weg gefunden, mindestens in Tierversuchen Zellen tief im Inneren des Ohres wiederzubeleben. Der entscheidende Fortschritt gegenüber früheren Versuchen ist, dass sie einen Weg gefunden haben Medikamente, die zerstörte Nerven und Zellen wiederherstellen, zu dem Ort zu befördern, an dem sie wirken sollen.

*Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
**Forschungszentrum Hearing4All der Universität Oldenburg

Die Zukunft klingt spannend, nicht wahr? Auch wenn es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis die hier erwähnten Technologien markttauglich sind, halten wir Sie bis dahin über alle Neuigkeiten im Bereich der Hörgerätetechnologie auf dem Laufenden. Währenddessen finden Sie hier natürlich weiterhin Informationen zu den besten Hörgeräten führender Hersteller und zur Auswahl des passenden Hörgerätes. Und falls Sie ein neues Hörgerät benötigen, kommen Sie einfach für eine persönliche Beratung bei einem unserer erfahrenen Hörgeräteakustiker vorbei.

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