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Hörtest - Kann ich mich selbst testen?

Sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und die Schwerhörigkeit einzugestehen – das ist für viele Betroffene der schwerste Teil in der gesamten Diagnose. Für Partner oder andere Angehörige ist der Fall meist schon klar, während die Betroffenen selbst noch der Meinung sind: „Bei mir ist alles in Ordnung.“

Für die Überprüfung des Hörvermögens gilt: je eher umso besser! Denn eine nicht behandelte Hörminderung kann schwerwiegende Folgen haben, zu Depressionen oder Demenz führen und sogar zu körperlichen Beeinträchtigungen führen. Viele Mediziner empfehlen sogar, einen jährlichen Hörtest in die persönliche Gesundheitsvorsorge zu integrieren. So sind Sie immer auf der sicheren Seite.

Gutes Hören sorgt für Lebensqualität, es macht unsere Kommunikation einfacher und verbindet Menschen.

Fragen zur Selbsteinschätzung

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen den Eindruck haben, dass Ihr Hörvermögen nachgelassen hat, können Sie sich im Vorfeld Ihres Hörchecks beim Fachmann auch leicht selbst prüfen: Wenn Sie etwas Geflüstertes aus etwa zwei Metern Entfernung noch verstehen können, ist Ihr Gehör wahrscheinlich nicht geschädigt. Hilfreich können auch einfache Selbstbefragungen, Telefon- oder Online-Hörtests sein, die es auch als Apps gibt.

Die Beantwortung der folgenden Fragen jeweils mit "Ja" oder "Nein" kann Ihnen dabei helfen, Ihr Hörvermögen einzuschätzen:

  • Empfinden Sie Sprache und Geräusche zwar als laut genug, aber als unklar?
  • Haben Sie das Gefühl, viele Menschen nuscheln oder sprechen undeutlich?
  • Bitten Sie Gesprächspartner häufig, etwas zu wiederholen?
  • Haben Sie am Telefon Schwierigkeiten, alles zu verstehen?
  • Sitzen Sie bei Vorträgen oder im Theater am liebsten ganz vorn?
  • Ist es in großen Runden schwierig für Sie, dem Gespräch zu folgen?
  • Wird das umso schwieriger, wenn es viele Hintergrundgeräusche gibt?
  • Empfinden Sie Small Talk – einen lockeren Plausch – als gar nicht locker, sondern als anstrengend?
  • Haben Sie die Freude an Feiern und Veranstaltungen verloren?
  • Werden Sie manchmal gefragt, warum Ihr Fernseher so laut eingestellt ist?
  • Kommt es vor, dass Sie die Türklingel oder das Telefon überhören?
  • Haben Sie das Gefühl, dass draußen immer weniger Vögel singen?
  • Werden Sie als Fußgänger manchmal von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erschreckt, weil Sie es nicht gehört haben?
  • Bemerken Sie öfter Ohrgeräusche – nicht mehr nur ganz selten?

Auswertung:

Bei ehrlicher Beantwortung und genauem in sich hineinhören, kommen Sie schnell zu einer realistischen Einschätzung Ihres eigenen Hörvermögens.

Wenn Sie mehr als zwei Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, sollten Sie Ihr Gehör professionell prüfen lassen.


Tipps für Angehörige - So können Sie helfen

So unterstützen Sie Menschen mit Hörproblemen:

Informieren Sie sich selbst über Symptome für Schwerhörigkeit und vergleichen Sie diese mit dem Verhalten der Person, bei der Sie eine Hörminderung vermuten.

Wenn Sie bei einem Freund oder Ihrem Partner Anzeichen für Hörprobleme feststellen, sprechen Sie das Thema in einer ruhigen Minute an. Bieten Sie Ihre Hilfe bei den nächsten Schritten an. Gehen Sie gemeinsam einen Selbst- oder Online-Hörtest durch.

Wenn ein Hörverlust festgestellt und Hörgeräte verschrieben werden, sollten Sie mit der neuen Situation natürlich umgehen und den Betroffenen in seiner Entscheidung für das Hörgerät bestärken. Gerade in der Gewöhnungsphase können Zweifel auftreten und Zuspruch nötig sein.

Klares, deutliches Sprechen von Angesicht zu Angesicht ist für Menschen mit Hörminderung am besten zu verstehen. Darauf sollten Sie achten. Wenn Ihr Gesprächspartner Sie nicht versteht, sollten Sie Ihre Aussage lieber umformulieren, statt immer wieder die gleichen Worte zu wiederholen. Geduld und Verständnis helfen Betroffenen in dieser Zeit am meisten.

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