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Wie schwerhörig ist Deutschland?

04/26/2016
Wie schwerhörig ist Deutschland?

Wenn die Augen nicht mehr so gut funktionieren, merkt man das in der Regel recht schnell und behilft sich mit einer Brille oder Kontaktlinsen. Beim Hörsinn ist das nicht so einfach: Viele Betroffene bemerken lange Zeit gar nicht, dass die Ohren „nicht mehr so fit sind“. Doch wie gut oder schlecht hört Deutschland eigentlich? Und welche Ursachen gibt es dafür?

Schwerhörigkeit in Zahlen
Als Grundlage für die Einschätzung dient die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO. Demnach ist eine Person mit einer Hörminderung ab 25 Dezibel (dB) hörgeschädigt. Daran gemessen gibt es in Deutschland rund 15 Millionen Menschen, die eine Hörschädigung haben. Das sind etwa 18 Prozent der Bevölkerung hierzulande. Europaweit ist übrigens jeder Sechste betroffen. Tendenz steigend: Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung vermuten Forscher, dass die Anzahl der über 14-Jährigen mit Hörproblemen in den nächsten Jahren weiter steigt.

Gründe für zunehmende Schwerhörigkeit
Die Ursachen für die Tatsache, dass wir immer schlechter hören, sind vielfältig und werden vom täglichen Leben beeinflusst:

  • Alter: Die Bevölkerung hat aufgrund moderner Medizin und hohem Lebensstandard eine zunehmende Lebenserwartung. Mit dem Alter steigt jedoch auch die Wahrscheinlichkeit, eine Schwerhörigkeit zu entwickeln: Zwischen 40 und 49 Jahren liegt diese Wahrscheinlichkeit bei etwa 6 Prozent, zwischen 50 und 59 Jahren bereits bei 25 Prozent und ab 70 Jahren steigt sie auf über 50 Prozent.
  • Urbanes Leben: Autos, Warnsignale, Züge, Industrieanlagen und Baustellenlärm sind nur einige der Geräusche, die uns tagtäglich im städtischen Alltag begegnen. Diese regelmäßige Lautstärke geht zu Lasten der Ohren: Sie bewirkt, dass die feinen Haarsinneszellen im Innenohr nach und nach verloren gehen und damit ein Hörverlust begünstigt wird.
  • Unzureichender Gehörschutz: Sowohl auf Arbeit als auch in der Freizeit, zum Beispiel bei einem Konzert, tragen die wenigsten Menschen einen Lärmschutz. Laute Musik kann jedoch die Schmerzgrenze – die liegt bei etwa 95 dB – deutlich übersteigen und damit das Gehör schädigen.

Vorbeugen heißt die Devise!
Schwerhörigkeit in einem fortgeschrittenen Stadium hat zur Folge, dass sich Betroffene aus dem Alltagsleben zurückziehen und sich sozial isolieren, da die Teilnahme an Gesprächen immer anstrengender wird. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sind einige vorbeugende Maßnahmen von Bedeutung:

  • Schützen Sie Ihr Gehör vor Lärm, indem Sie an lauten Arbeitsplätzen oder bei Konzerten den entsprechenden Hörschutz tragen. Auch die Ohren zu halten bei akutem Lärm, zum Beispiel einem Martinshorn, hilft.
  • Gönnen Sie Ihren Ohren regelmäßig Pausen vom Alltagslärm: Ein Tag ohne Telefon, Fernsehen und Radio oder ein Spaziergang im Wald sorgt für Erholung!
  • Trainieren Sie Ihr Gehör gezielt: Achten Sie bewusst auf leise Geräusche oder machen Sie ab und zu ein Hörrätsel.
  • Handeln statt Abwarten: Von selbst wird ein Hörverlust nicht wieder besser. Sollten Sie bemerken, dass Sie Ihren Fernseher immer lauter drehen oder in Gesprächen häufig nachfragen müssen, gehen Sie zum HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker. Ein Hörtest gibt Aufschluss über Ihr Hörvermögen und dient als Grundlage für das weitere Vorgehen.
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