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Verhaltenstherapien bei Tinnitus

01/10/2018
Erich
Tinnitus

Tinnitus kann das Leben sehr beeinträchtigen und den Alltag erschweren – knapp drei Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen. Sie hören ein ständiges Pfeifen, Brummen oder Rauschen.

Stress und Tinnitus

Man weiß mittlerweile, dass Stress häufig ein Auslöser für die dauerhaften Ohrgeräusche ist. Es ist ein Warnsignal des Körpers, dass ihm „gerade alles zu viel ist“. Dabei spielt auch der Lärm eine Rolle, dem wir tagtäglich ausgesetzt sind: Großraumbüro, Telefonklingeln, Verkehrslärm, Musikbeschallung, all das kann eine Belastung für unsere Ohren sein. Nahezu jeder vierte Deutsche ist einmal im Leben von Ohrensausen betroffen. Eine – im wahrsten Sinne des Wortes – stille Auszeit mit Meditation, Atemübungen und Ruhe kann dann helfen und auch den Tinnitus wieder verstummen lassen.

Kognitive Verhaltenstherapie bei chronischem Tinnitus

Was aber kann man bei einem chronischen Tinnitus tun? In solchen Fällen kann eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) helfen. Unter einem chronischen Tinnitus versteht man Ohrgeräusche, die länger als drei Monate am Stück anhalten und so zur dauerhaften Belastung für Betroffene werden.

Eine solche Therapie soll im ersten Schritt, dem Patienten helfen, im Alltag besser mit dem Tinnitus zurechtzukommen. Es wird geübt, die Geräusche weniger zu beachten, so dass diese dann nach und nach in den Hintergrund treten und als weniger störend erlebt werden. Gemeinsam mit einem Psychotherapeuten wird der Betroffene versuchen, Verhaltensmuster zu erkennen und zu ändern, die das Leben mit Tinnitus erschweren.

Umfassender Therapieansatz

Letztendlich ist es nicht nur eine Lösung, die den Tinnitus wieder verschwinden lässt. Es ist meist eine ganzheitliche Therapie, die aus mehreren Bausteinen besteht:

  • eine umfassende Tinnitus-Retraining- Therapie (TRT)
  • Rauschgeräte, sogenannte Tinnitusmasker oder Noiser, helfen, die störenden Geräusche zuüberdecken oder davon abzulenken
  • manche Medikamente können dazu beitragen, die Situation der Patienten zu verbessern oderdepressive Begleiterscheinungen zu lindern
  • wird der Tinnitus von einer Hörminderung begleitet, kann auch ein Hörgerät helfen

Eine KVT kann als weiterer Baustein hinzukommen. Sie erfordert Geduld und die Motivation, an sich zu arbeiten. Dabei werden positive Verhaltensmuster und Gedanken trainiert, was sich jedoch lohnenswert auf den Tinnitus auswirken kann.

Diese Faktoren können Tinnitus verursachen. Lesen Sie, was die Ursachen für Tinnitus sein können und wie Sie diesen vorbeugen.

Falls Sie weitere Informationen zum Thema Tinnitus suchen, schauen Sie sich gerne hier um.

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