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Das Hörgerät als Design-Objekt

08/09/2016
Mareike
Hörgerate Design

Aus der Not eine Tugend machen: Früher waren Hörgeräte klobig, dunkel und auch technisch nicht ausgereift. Aus dieser Zeit stammen auch die Vorurteile, die heute noch viele Betroffene gegenüber den Hörhilfen haben und deswegen nur ungern eine tragen möchten. Doch sowohl die technische Entwicklung als auch das Designverständnis hat sich gewandelt – heute sind Hörgeräte kleine Technikwunder, die dazu auch noch sehr elegant aussehen.

Digitale Vernetzung

Sie werden immer kleiner und gleichzeitig technisch immer ausgereifter: Die neuesten Modelle lassen sich drahtlos mit dem Handy koppeln und problemlos über dazugehörige Apps steuern. So können verschiedene Programme im Hörgerät einfach mittels Smartphone gewechselt werden und so das Hörvermögen der jeweiligen Situation angepasst werden: Outdoor-Programme drosseln Windgeräusche und Lärm aus dem Verkehr, in Restaurants wird das Richtmikrophon so verstellt, dass man sein Gegenüber perfekt verstehen kann, trotz der Geräuschkulisse. Digitale Vernetzung klappt häufig auch mit den TV- und Hi-Fi-Geräten zu Hause: Der Ton vom Fernseher oder der Stereoanlage lässt sich problemlos direkt auf die Ohren leiten, sodass man nicht extra lauter schalten muss und damit vielleicht andere Mitseher oder Mithörer stört.

Hearables, Tunnel im Ohr oder Schmuckstücke

Längst sehen Hörgeräte auch nicht mehr alle gleich aus. Die Branche bietet mittlerweile eine breite Produktpalette, in der wohl jeder, der eine Hörhilfe benötigt, fündig wird. Auch Schmuckdesigner haben sich der kleinen Geräte angenommen und bringen immer wieder kreative Ideen auf den Markt. So lassen sich Hörgeräte mittlerweile „tarnen“, indem man sie als Tunnel-Piercing trägt. Auch multifunktionale Ohrringe gibt es, die das Hörgerät zum echten Schmuckstück und Hingucker werden lassen.

Design lockt Interessenten an

Der Wandel des Hörgerätes vom klobigen Medizinprodukt zum Hightech-Designerobjekt bewirkt auch ein Umdenken bei denjenigen, die eine Hörhilfe benötigen. So interessieren sich immer mehr Betroffene für die digital vernetzten Geräte, die sie selbst via Smartphone ganz unkompliziert steuern können. Eine Beratung und korrekte Einstellung des Gerätes durch den Hörgeräteakustiker ist nach wie vor notwendig und wichtig, doch die Offenheit gegenüber den neuen Geräten wächst kontinuierlich, wie die Zahlen des Bundesverbandes der Hörgeräteindustrie zeigen: In den Jahren 2014 und 2015 wurden erstmals über eine Million Geräte pro Jahr verkauft – Tendenz steigend. Man darf gespannt sein, welche ausgeklügelten Ideen in den kommenden Jahren auf den Markt kommen und das Hörgerät ebenso zu einem hoch funktionalen Designobjekt machen wie es heute zum Beispiel schon bei Brillen der Fall ist.

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