Der Mitarbeiter, der mich betreute konnte mir zwar alle Fragen beantworten und seinen Erklärungen konnte ich folgen. Obwohl ich bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung anmerkte keine Zuzahlung leisten zu wollen, ließ er keine Gelegenheit aus kostenpflichtiges Zubehör anzubieten. Völlig abstrus fand ich das Angebot über ca. 60€ für einen schnelleren Prozessor, der eine bessere Signalverarbeitung ermöglicht. Die Stimmung kippte, als ich ihm klarmachte, dass ich keinen einzigen Euro zuzahlen werde. Von der Krankenkasse werden ca. 1.600€ für ein Paar Hörgeräte gezahlt. Für diesen Betrag erwarte ich eine Qualität, die es mir ermöglicht stressfrei an Unterhaltungen in allen nur denkbar möglichen Situationen zu folgen. Das Testgerät erfüllte diese Anforderung in keinster Weise - so möchte ich meine Umwelt nicht wahrnehmen. Es hat sich einfach nur schrecklich angehört. Bei meiner Entscheidung kein Hörgerät tragen zu wollen, habe ich natürlich berücksichtigt, dass das Gehirn eine Eingewöhnungsphase benötigt um die neuen Höreindrücke zu verarbeiten. Vor vier Jahren habe ich mich erstmalig mit Hörgeräten beschäftigt und nun darauf gehofft, dass sich die Technik in Bezug auf die Hörqualität weiter entwickelt hat. Fehlanzeige!!! Im Hifi beziehungsweise Dolby Surround Bereich bekomme ich für 1.600€ einen Receiver, der mir ein unvergessliches Hörerlebnis bereitet. Für den Computer gibt es mittlerweile kostenlose Software wie Audacity, die im Audiobereich alle Möglichkeiten bietet u.a. den Frequenzgang in allen Bereichen zu verändern. Sogar das Filtern von Knackgeräuschen bei der Schallplatten Digitalisierung ist möglich. Ich bin Betriebswirt im Handwerk und habe eine Vorstellung von kalkulatorischen Gemeinkosten und weiß auch was "break even point" bedeutet. Hier muss ich aber klar und deutlich von reiner Abzocke sprechen.