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Im-Ohr-Hörgeräte – kleine Helfer mit großer Leistung

Etwa 14 Millionen Menschen in Deutschland sind von einem Hörverlust betroffen – die gute Nachricht ist, dass man ihnen helfen kann. Moderne Hörgeräte sind in verschiedenen Bauformen erhältlich – wir stellen Ihnen hier die Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) vor, welche im Ohr sitzen.

→ Übersicht der Im-Ohr-Hörgeräte
→ Ohrmuschel-Geräte (Concha-Geräte)
→ Gehörgangs-Geräte (ITC)
→ CIC-Geräte (komplett im Gehörgang)
→ Welche Bauformen gibt es noch?
→ Und welches Hörgerät passt zu mir?


Übersicht der Im-Ohr-Geräte

Im-Ohr-Hörgeräte gibt es in verschiedenen Bauarten, welche sich in Größe, Leistungsfähigkeit und Sitz unterscheiden:

  • Ohrmuschel-Geräte/Concha-Geräte, welche in der Ohrmuschel (Concha) sitzen (ITE)
  • Gehörgangs-Geräte (ITC), welche mehr oder weniger tief im Gehörgang sitzen
  • Modelle, die komplett im Gehörgang sitzen (CIC)

Im-Ohr-Hörgeräte bestehen aus einer Schale, in der sich die Technik des Hörgeräts befindet. Um einen optimalen Sitz zu garantieren, nimmt der Hörgeräteakustiker einen Abdruck Ihres Ohres, damit die Schale der Im-Ohr-Hörgeräte individuell an Ihre Ohrform angepasst wird. Generell lässt sich sagen, dass die Größe der Hörgeräte eine Rolle spielt im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit. Es gilt: Je größer der Hörverlust ist, desto größer sollte auch das Hörgerät sein.

Bei Sportlern oder Brillenträgern mit mittlerem Hörverlust können Im-Ohr-Hörgeräte zudem passende Alternativen darstellen zu anderen Hörgerätetypen. Bei Brillenträgern zum Beispiel ist ein Im-Ohr-Gerät aufgrund des Sitzes praktischer als ein Hinter-dem-Ohr-Gerät. Des Weiteren eignen sich die Im-Ohr-Geräte für Sportler, da sie bei sportlichen Aktivitäten angenehmer zu tragen sind.

Wir stellen Ihnen im Folgenden drei gängige Im-Ohr-Hörgeräte-Typen vor.


Ohrmuschel-Geräte (Concha-Geräte)

Concha-HörgerätOhrmuschel-Geräte sind die größten Im-Ohr-Hörgeräte. Sie decken einen Teil der äußerlich sichtbaren Ohrmuschel ab. Man bezeichnet sie auch als ITE-Geräte, wobei In-The-Ear für Im-Ohr steht. Sie eignen sich vor allem für einen mittleren bis starken Hörverlust.


Gehörgangs-Geräte (ITC)

ITC-HörgerätDieser Typ der Im-Ohr-Hörgeräte wird auch ITC-Gerät genannt, wobei ITC für In-The-Canal steht, da es mehr im Gehörgang steckt. Diese Hörgeräte sind zwar weniger sichtbar als die Concha-Geräte, allerdings sind sie durch ihre kleinere Größe in der Regel weniger leistungsstark. Daher werden sie nur bei einer leichten bis mittleren Hörminderung empfohlen.


CIC-Geräte (komplett im Gehörgang)

CIC-HörgerätCIC steht für Completely-In-Canal: vollständig im Gehörgang befindliche Hörgeräte. Sie sind die kleinsten erhältlichen Hörgeräte, welche am wenigsten sichtbar sind. Sie eignen sich nur für Menschen mit ausreichend großem Gehörgang und nur bei einem Hörverlust mit geringer bis mittlerer Ausprägung.

Geschlossene und offene Versorgung

Man unterscheidet bei Hörgeräten auch zwischen der sogenannten geschlossenen und offenen Versorgung. Das bedeutet, dass manche Hörgeräte den Gehörgang verschließen und manche ihn offen lassen. Wenn zum Beispiel der Gehörgang durch ein In-dem-Ohr-Gerät nur teilweise verschlossen ist, können Schallwellen auch auf natürliche Weise zum Trommelfell gelangen, was positiv für ein natürlich empfundenes Hörerlebnis ist.

Bei der geschlossenen Versorgung sitzt das Ohrpassstück oder das In-dem-Ohr-Gerät im Gehörgang und schließt diesen komplett oder beinahe komplett ab. Zwar sitzen sie optimal im Gehörgang, jedoch kann der Gehörgang durch den Verschluss und den fehlenden Luftaustausch eher zu Entzündungen neigen, weil sich Feuchtigkeit im Ohr bilden kann.

Welche Bauformen gibt es noch?

Im-Ohr-Hörgeräte stellen nur eine von verschiedenen Hörgerätebauformen dar. Sehr häufig kommen zum Beispiel Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO) zum Einsatz. Für spezielle Fälle gibt es , wenn andere Hörgeräte nicht helfen, weitere Hörgerätetypen. Erfahren Sie bei uns mehr zu den verschiedenen Hörgeräte-Bauformen und ihren jeweiligen Vorteilen.

Und welches Hörgerät passt zu mir?

Menschen mit Hörverlust haben unterschiedliche Hörbedürfnisse und individuelle Voraussetzungen, die bei der Wahl des passenden Hörgeräts eine Rolle spielen. Der Beratungs- und Anpassungsprozess wird daher von einem erfahrenen Hörgeräteakustiker durchgeführt, der gemeinsam mit Ihnen ein passendes Hörgerät aussucht. Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Hörgerät für Sie infrage kommt, können Sie auch zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch in einem unserer bundesweiten Fachgeschäfte kommen. Wir können dabei auch einen kostenlosen Hörtest mit Ihnen durchführen, der nur 15 Minuten dauert und ein genaues Bild Ihres Hörvermögens liefert.

Ihr Weg zum Hörgerät

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