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Welche Bedeutung hat unser Gehör?

„Nicht sehen trennt von den Dingen,
nicht hören trennt von den Menschen.“

– Immanuel Kant –

Multitalent Hörsinn: Das Gehör hat für den Menschen verschiedenste Bedeutungen. Ohne wären wir schutzlos vielen Gefahren ausgesetzt, könnten uns nur sehr schlecht verständigen und hätten große Probleme mit dem Gleichgewicht und der räumlichen Orientierung. Die Grundlage für das Hören wird schon lange vor der Geburt gelegt: Als erstes Organ des Körpers ist das Innenohr bereits in der 20. Schwangerschaftswoche voll ausgebildet. Damit er uns auch das ganze Leben lang erhalten bleibt, ist es nötig, ihn genau zu kennen und zu schützen.


Fakten rund um den Hörsinn

  • Die akustische Wahrnehmung findet innerhalb der sogenannten „Hörfläche“ statt. Sie liegt zwischen der unteren Grenze - der Hörschwelle - und der oberen Grenze, der akustischen Schmerzschwelle.
  • Wir hören tiefe bis hohe Töne, die in einem Frequenzbereich zwischen 20 und 20.000 Hertz (Hz) liegen.
  • Wir hören leise bis laute Töne, das heißt Lautstärken von 0 bis über 120 Dezibel (dB) – so laut ist ein Düsenjet.
  • Es ist damit möglich, rund 10 Oktaven bzw. 400.000 Töne zu unterscheiden.
  • Wir hören räumlich, also 360°, und können Geräusche so aus jeder Richtung wahrnehmen.

Hören heißt Sprache verstehen

Etwa in der Mitte der Hörfläche liegen die Frequenzbereiche für die menschliche Sprache. Schon Babys gewöhnen sich im Mutterleib an den Klang der mütterlichen Stimme und erkennen sie nach der Geburt wieder. Ein funktionierendes Gehör ist die Grundvoraussetzung für die eigene Sprachentwicklung. Andere zu verstehen und sich selbst mitteilen zu können ist die Basis jeder Kommunikation und zeichnet uns als soziale Wesen aus. Den Hörsinn langsam zu verlieren und damit zunehmend weniger Sprache zu verstehen, bedeutet langfristig den Verlust von sozialen Kontakten: Es „trennt von den Menschen“, wie Immanuel Kant richtig zusammenfasst.

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Hören bedeutet Fühlen

Partygäste kommen erst mit Musik in die richtige Stimmung und ein Horrorfilm ohne die spannende musikalische Untermalung wäre nicht dasselbe: Töne und Geräusche transportieren emotionale Informationen, sie besitzen Symbolcharakter. Anders als beim Sehen, muss das Gehörte erst mit Bildern und Vorstellungen verknüpft werden. Akustische Informationen fordern das Gehirn also stärker heraus als visuelle. Das Gehör dient auf diese Weise auch als Frühwarnsystem: Mit manchen Geräuschen, etwa Sirenen oder herannahenden Autos, verbinden wir Gefahr und können so rechtzeitig reagieren. Meist hören wir etwas, lange bevor wir die Geräuschquelle sehen. Und: Unser Gehör schläft nie. Anders als die Augen ist der Hörsinn rund um die Uhr aktiv und nimmt auch im Schlaf Geräusche wahr.


Hören dient der Orientierung

Dass wir zwei Ohren besitzen, sieht nicht nur besser aus, es hat auch einen tieferen Sinn: Nur wer zwei gesunde Ohren hat, kann die Richtung wahrnehmen, aus der ein Geräusch kommt. Auch das gezielte Hören in eine bestimmte Richtung ist nur so möglich. Kommt ein Ton von rechts, trifft er zuerst auf das rechte Ohr, bevor er nach weniger als einer Tausendstelsekunde auch das linke Ohr erreicht. Diese minimale zeitliche Verschiebung reicht unserem Gehirn aus, um zuverlässig die Quelle des Geräusches zu orten.

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