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Immer mehr Jugendliche hören schlecht

04/11/2017
Julia
Immer mehr Jugendliche hören schlecht

„Wer alt ist, hört auch schlecht“ - Dieses Klischee hält sich hartnäckig und bis zu einem gewissen Grad geht das Alter tatsächlich auch mit einer natürlichen Hörminderung einher. Doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen unerfreulichen Trend festgestellt: Immer mehr Kinder und Jugendliche hören schlecht und benötigen zeitiger eine Hörhilfe.

Entwicklung in Zahlen

Noch in den 1980er Jahren waren Hörhilfen bei Jugendlichen eine absolute Seltenheit. In den 1990er Jahren stellte vor allem die Bundeswehr fest, dass nahezu jeder vierte Rekrut von einer Hörminderung betroffen ist. Laut der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit einer Hörstörung in den vergangenen 25 Jahren verdoppelt. Weltweit geht die WHO von rund einer Milliarde junger Menschen aus, deren Gehör gefährdet oder bereits geschädigt ist.

Wie kommt es dazu?

Zum einen liegt dieser weniger erfreuliche Trend wohl darin begründet, dass viele junge Menschen nicht genau wissen, wie empfindlich das Hörvermögen eigentlich ist und wie schnell es Schaden nehmen kann. Zum anderen hat die ständige Belastung durch Lärm und (zu) laute Musik einen großen Anteil an der Schwerhörigkeit von Jugendlichen, denn durch Smartphones und Kopfhörer hat man die Lieblingsmusik heutzutage immer und überall dabei. Hinzu kommt eine Hörgewöhnung: Wer längere Strecken mit dem Auto fährt und Radio hört oder stundenlang in der Diskothek ist, dem fällt zu hohe Lautstärke nicht mehr auf.

Was kann man tun?

Kleinere Kinder reagieren in der Regel noch natürlich auf Lärm: Sie halten sich instinktiv die Ohren zu. Je älter sie werden, desto „cooler“ ist laute Musik und das Hören der eigenen Lieblingssongs über die Kopfhörer. Hier ist Aufklärung und Erziehung von großer Bedeutung: Kindern und Jugendlichen muss bewusst werden, dass das Gehör ein sensibler Sinn ist, der Schaden nehmen kann und sich dann nicht mehr so einfach „reparieren“ lässt. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen man selbst keinen Einfluss auf die Lautstärke hat, wie etwa auf Konzerten oder in Diskotheken. Hier hilft spezieller Gehörschutz, welcher die Lautstärke reduziert und den Klang der Musik dabei nicht verfälscht.

Positiv ist jedoch, dass die Akzeptanz für ein Hörgerät heutzutage gerade unter jüngeren Menschen viel größer ist als noch vor 20 Jahren. Es wird mittlerweile ebenso offen getragen wie eine Brille.

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