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Hörverlust im Alter: Was passiert im Ohr?

09/27/2016
Julien
Hörtest

Hätten Sie das gedacht: Rund 14 Millionen Deutsche leiden an einer Altersschwerhörigkeit und viele davon wissen es nicht einmal. Die meisten bemerken lediglich, dass ihr Hörsinn auch „nicht mehr das ist, was er mal war.“ Doch wieso gibt es das Phänomen Altersschwerhörigkeit und was passiert dabei im Ohr?

Schleichender Prozess

Zwischen 50 und 60 Jahren – manchmal auch schon im 40. Lebensjahrzehnt – treten kleinere Störungen auf, die zunächst nicht gravierend erscheinen und dem Betroffenen manchmal selbst nicht auffallen. Hohe Töne, wie Kinderstimmen, die Türklingel oder Vogelgezwitscher, weisen Lücken auf oder werden „plötzlich überhört“. In der Regel sind davon beide Ohren betroffen und in manchen Fällen kommen störende Ohrgeräusche wie Tinnitus hinzu. Klarheit über einen Hörverlust bringt dann der Test beim HNO-Arzt, doch auch im Vorfeld gibt es einige typische Anzeichen dafür, dass das Hörvermögen nicht mehr „das alte“ ist.

"Mach doch mal den Fernseher lauter ..."

Da aufgrund des zunehmenden Hörverlusts bestimmte Frequenzen fehlen, entsteht das Gefühl, alles sei zu leise. Folglich werden der Fernseher oder das Radio immer lauter gestellt, um wieder etwas zu verstehen. Gleichzeitig empfinden Menschen mit einer beginnenden Altersschwerhörigkeit Situationen, in denen viele Menschen vor einer Geräuschkulisse zusammenkommen, als sehr unangenehm und störend. Der Grund dafür: Man hört zwar viel, doch versteht einzelne Worte einfach nicht. Zunehmend wird es also schwierig, den Gesprächen zu folgen und daran teilzunehmen. Wer bei sich also feststellt, dass gerade hohe Töne immer öfter fehlen oder Freunde und Familie auf die Lautstärke des Fernsehers hinweisen, sollte den Gang zum Arzt antreten.

Das passiert im Ohr

Wie kommt es, dass viele Menschen über 50 Jahren eine Hörminderung an sich feststellen? Grundsätzlich sind auch die Sinneszellen, in diesem Fall die empfindlichen Haarzellen im Innenohr, von den allgemeinen Alterungsprozessen im Körper betroffen. Ebenso wie etwa Hautzellen altern sie und lassen sich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr regenerieren. Die Haarzellen sterben ab, mit der Folge, dass die entsprechenden Frequenzen nicht mehr an den Hörnerv weitergeleitet werden können. Neben diesen „normalen“ altersbedingten Ausfällen, können auch andere Faktoren wie Herz-, Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen, aber auch Lärm, andere Umweltfaktoren oder Medikamente eine Rolle beim Hörverlust spielen. Auch Nikotin kann auf lange Sicht das Gehör schädigen.

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