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Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) bezeichnet die Hörminderung, die vermehrt ab dem 50. Lebensjahr auftritt. In Deutschland ist jeder fünfte zwischen 65 und 74 Jahren betroffen. Bei den 55-64-jährigen sind es immerhin noch 14 %. Es handelt sich um eine Schwerhörigkeit im Innenohr, die anfangs vor allem die hohen Frequenzen betrifft und oftmals beidseitig auftritt. Wir haben für Sie alles Wissenswerte zum Thema Presbyakusis zusammengefasst.

Was sind die ersten Anzeichen für einen Hörverlust?

Ein Hörverlust kann sich auf verschiedenen Wegen ankündigen. Wenn Sie folgende Situationen kennen, könnten auch Sie an Presbyakusis leiden:
  • Sie haben Schwierigkeiten, Unterhaltungen in einem lauten Umfeld zu verstehen.
  • Sie haben den Eindruck, dass Ihr Gesprächspartner nuschelt.
  • Andere sagen, dass Ihr Fernseher und Radio zu laut eingestellt sind.
  • Sie überhören Telefon- und Türklingeln.
  • Naturgeräusche wie Vogelzwitschern oder andere hohe Töne nehmen Sie kaum noch wahr.
  • Sie überhören Haushaltsgeräusche wie das Surren Ihres Kühlschranks.
  • Sie empfinden tiefe Töne wie z.B. Straßenlärm als sehr laut.
Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich bemerken, sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohrenarzt oder Hörgeräteakustiker in Ihrer Nähe aufsuchen, um abzuklären, ob eine Hörminderung vorliegt und welche Ursache diese hat. Presbyakusis entwickelt sich in der Regel schleichend und es kann lange dauern, bis Betroffene sie bemerken. Je früher sie jedoch behandelt wird, desto besser sind die Behandlungserfolge. Oftmals geht Schwerhörigkeit zusätzlich mit Ohrengeräuschen (Tinnitus) einher. Auch dann sollten Sie professionelle Hilfe aufsuchen.

Wie entsteht Altersschwerhörigkeit?

Meistens sind normale körperliche Verschleißerscheinungen im zunehmenden Alter der Hauptgrund für altersbedingte Schwerhörigkeit. Die Haarzellen, welche für unser Hören unabdingbar sind, werden immer dann in Schwingung versetzt, wenn Schall (also Töne) auf sie einwirken. Wenn die Lautstärke (= die Schwingung) jedoch zu groß wird, knicken die Haarzellen ab und können sich nicht mehr regenerieren. Der Betroffene hört schlechter.

Neben dem natürlichen Abnutzungsprozess gibt es weitere Faktoren, die eine Altersschwerhörigkeit begünstigen können:
  • Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
  • Lärm
  • Genetische Faktoren/ familiäre Veranlagung
  • Nikotin-Konsum
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
Manchmal steckt hinter dem Hörverlust aber auch eine ganz harmlose Ursache wie zum Beispiel ein Ohrenschmalzpfropf (Cerumen).
Altersschwerhörigkeit Deutschland Durch unsachgemäße Reinigung der Ohren mit Wattestäbchen kann das Ohrenschmalz ungewollt zum Trommelfell gedrückt werden, wodurch die Hörleistung erheblich verringert werden kann. Der Pfropf sollte dann von einem Spezialisten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde entfernt werden. Auch Krankheiten wie eine Mittelohrentzündung (Otitis media), Morbus Menière oder ein Hörsturz können Hörstörungen hervorrufen, weshalb ein Hörverlust immer mit einem Spezialisten abgeklärt werden sollte.

Welche Folgen hat eine unbehandelte Schwerhörigkeit?

Die Folgen eines unbehandelten Hörverlusts betreffen vor allem den zwischenmenschlichen Bereich. Da oftmals das Sprachverstehen eingeschränkt ist, werden Unterhaltungen schwierig bis unmöglich. Das ruft bei schwerhörigen Menschen Frust und Scham hervor, sodass sie sich zunehmend zurückziehen. Folgen sind:
  • Einsamkeit durch soziale Isolation
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Muskelverspannungen
  • Kopfschmerzen & Müdigkeit
  • Erhöhter Blutdruck
Des Weiteren wurde festgestellt, dass eine unbehandelte Hörminderung ein höheres Risiko für Demenz birgt. Durch die Reizarmut wird das Gehirn nicht mehr so intensiv gefordert und dementsprechend verschlechtert es seine Leistung. Presbyakusis kann sich also negativ auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken, einen geistigen Abbau beschleunigen und sollte daher dringend behandelt werden. Ein Hörgerät kann hier Abhilfe schaffen.

Schwerhörigkeit – wie damit umgehen?

Wenn Sie bei sich Symptome für einen Hörverlust bemerkt haben, raten wir Ihnen zu einem Hörtest bei einem HNO-Arzt oder in einem unserer bundesweiten Fachgeschäfte. Der kostenlose Hörtest bei GEERS dauert nur 15 Minuten und liefert einen aufschlussreiches Ergebnis (Audiogramm) bezüglich Ihrer Hörleistung, ob Sie von der Altersschwerhörigkeit betroffen sind und ob ein Hörgerät helfen kann. Erfahren Sie hier mehr zu dem Ablauf eines Hörtests.

Wenn bei dem Hörtest ein Hörverlust diagnostiziert wurde, sollten Sie zunächst einen HNO-Arzt aufsuchen, der die Ursachen klären und mit Ihnen besprechen wird. Wissenswert ist, dass Hörgeräte eine Kassenleistung sind, wenn sie durch einen HNO-Arzt verschrieben wurden.
Bei ihrem nächsten Besuch beim Hörgeräteakustiker werden Sie dann ausführlich beraten, welche Hörgeräte für Sie infrage kommen. Da Hörbedürfnisse von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sind, wird auf eine profunde, individuelle Beratung viel Wert gelegt. Durch moderne Hörgeräte kann das restliche Hörvermögen oftmals erhalten werden. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit lernen ihr Gehirn und ihr Gehör wieder miteinander zu kommunizieren, sodass Sie Gehörtes wieder besser verstehen können.

Fazit: Mit einer Altersschwerhörigkeit muss man sich nicht abfinden: Hörgeräte können helfen und sind heutzutage klein, unauffällig und leistungsstark. Sie verbessern die Lebensqualität von Betroffenen enorm und ermöglichen es ihnen, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Kann man einer Altersschwerhörigkeit vorbeugen?

Wenn Sie einen gesunden Lebensstil pflegen, können Sie aktiv einen Teil dazu leisten, Altersschwerhörigkeit zu vermeiden oder zumindest einer starken Ausprägung vorzubeugen. Hilfreich ist es unter anderem:
  • Lärm zu meiden und/oder einen Gehörschutz zu tragen
  • Auf Nikotinkonsum zu verzichten
  • Eine gesunde Ernährung einzuhalten
  • Bei kaltem Wetter eine Mütze zu tragen (bei Neigung zu Ohrentzündungen)
Bei weiteren Fragen rund um Ihr Hörvermögen sind Sie herzlich zur kostenlosen Beratung eingeladen: wir haben für alle Ihre Anliegen ein offenes Ohr, denn Gutes Hören ist wichtig – auch für ältere Menschen.
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