HNO Kongress 2025 mit GEERS
30. Oktober - 1. November 2025
GEERS Symposium:
- Donnerstag, den 30. Oktober
- 13 Uhr bis 14:15 Uhr
- Saal: Richter (Ebene 1, gegenüber vom GEERS-Stand)
Hörversorgung zwischen Technologie und Teilhabe: Impulse für die Praxis
Unser interdisziplinäres Symposium beleuchtet aktuelle Entwicklungen in der Hörgeräteversorgung – von technologischen Innovationen bis hin zu ganzheitlichen Versorgungsansätzen.
Freuen Sie sich auf Einblicke in:
• KI in der Hörversorgung
• Gesundes Altern im Kontext der Hörversorgung
• Wege das Stigma in der Hörversorgung zu verringern
Fachlicher Austausch, praxisnahe Einblicke und neue Perspektiven auf eine zukunftsorientierte Audiologie mit personalisierten Hörlösungen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Dr. Raphael Koning | Audatic GmbH
Nutzen und Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der HörversorgungVerfahren der künstlichen Intelligenz spielen in den letzten Jahren in der Medizintechnik eine immer größere und prominentere Rolle. Auch in der Hörgeräteversorgung können mit solchen Verfahren enorme Verbesserungen der Hörleistung und der Lebensqualität erreicht werden.
Es konnte gezeigt werden, dass Dank der KI-basierten Störgeräuschunterdrückung im Audéo Infinio Sphere eine signifikante Verbesserung der Sprachverständlichkeit, Erhöhung der Klangqualität, Reduzierung der Hörermüdung und eine geringere kognitive Belastung in Hörgerätenutzern erzielt werden können.
In diesem Beitrag wird der Nutzen des KI-basierten Störgeräuschalgorithmus Spheric Speech Clarity anhand von Studien belegt und ein Ausblick auf die Zukunft der KI-basierten Verfahren in der Hörgeräteversorgung gegeben. Das Potential von KI-basierten Verfahren ist nicht nur in der Signalverarbeitung enorm, sondern wird auch Bereich wie die Anpassung von Geräten verändern.

Dr. Theresa Nüsse | Jade Hochschule Oldenburg
Gesundheitlicher Status im Alter und Zusammenhänge mit der Hörrehabilitation
Frailty als Maß für den gesundheitlichen Status ist ein starker Prädiktor für ungünstige Gesundheitsverläufe. Sie ist ein Risikofaktor für selbstberichtete Gleichgewichtsstörungen und steht in Zusammenhang mit der hörbezogenen Lebensqualität von älteren Menschen mit und ohne Hörverlust. Die Berücksichtigung von Frailty kann durch wertvolle Einblicke in Alterungsprozesse zur Verbesserung der Hörrehabilitation älterer Personen beitragen.

Dr. Maren Stropahl | Sonova AG
Hörverlust sichtbar machen: Stigma in der HörversorgungStigmatisierung stellt ein wesentliches Hindernis für eine rechtzeitige Hörversorgung dar, doch ihre sozialen Dynamiken sind bislang nicht vollständig verstanden. Eine aktuell publizierte Reihe von Studien untersuchte, wie Erwachsene mit Hörverlust, ihre Familien sowie Hörakustikerinnen und Hörakustiker Stigmatisierung wahrnehmen und
erleben. Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass Stigmatisierung situationsabhängig auftritt, eng mit Altersstereotypen verknüpft ist und in Bezug auf den Hörverlust selbst stärker empfunden wird als in Bezug auf Hörgeräte. Besonders bedeutsam ist, dass sich Offenlegung als eine zentrale Bewältigungsstrategie bewähren könnte, die mit weniger Stigmatisierung in der Studie einherging. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, Hörgeräte als diskrete und befähigende Technologien neu zu definieren und klinische Gespräche zu fördern, die Offenlegung normalisieren, um Stigmatisierung zu reduzieren und den Rehabilitationserfolg zu unterstützen zu können.
