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Gehörgangsentzündung: Ursachen, Diagnose & Behandlung

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Gehörgangsentzündung: Ursachen, Diagnose & Behandlung

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15 Min.

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Erscheinungsdatum: 20. September 2024

Datum der letzten Überarbeitung: 12. Januar 2026

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Es beginnt mit ein wenig Wasser im Ohr, dann stellt sich ein lästiges Jucken im Gehörgang ein und wenige Tage später plötzlich eine ausgewachsene Ohrentzündung. Besonders Schwimmer und Schwimmerinnen leiden häufig an Gehörgangsentzündungen, die auch Bade-Otitis genannt werden. So können Sie die Schmerzen lindern und eine Entzündung in Zukunft vermeiden.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Eine Gehörgangsentzündung ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, meist auch „Bade- oder Schwimmer-Otitis“ genannt, weil sie oft durch Wasser im Ohr ausgelöst wird. 

• Typische Symptome sind unangenehmes Jucken, Schmerzen, Druckgefühl und eine gerötete, geschwollene Haut im Gehörgang. 

• Die Entzündung kann dazu führen, dass das Hören beeinträchtigt ist oder sogar eitriger Ausfluss auftritt. 

• Ursachen sind vor allem Bakterien oder Pilze, die sich in einer warmen, feuchten Umgebung im Ohr vermehren, aber auch Hautprobleme oder Verletzungen können eine Rolle spielen. 

• Behandlung umfasst meist Reinigung, entzündungshemmende oder antibiotische Mittel wie Ohrentropfen, und wichtig ist, Feuchtigkeit zu vermeiden.

 

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Überblick

  • Was ist eine Gehörgangsentzündung
  • Gehörgangsentzündung Symptome
  • Ohrenschmerzen - Wie bekommt man eine Gehörgangsentzündung?
  • Ist eine Außenohrentzündung ansteckend?
  • Vorbeugen ist besser als heilen - So können Sie eine Gehörgangsentzündung vermeiden

Was ist eine Entzündung oder ein Ekzem im Gehörgang?

Eine Gehörgangsentzündung (Otitis Externa) ist eine Ohrentzündung, die den Teil des Ohres von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell betrifft. Im Gegensatz zur Otitis Media (Mittelohrentzündung) oder der Innenohrentzündung (Labyrinthitis) betrifft sie nur das Außenohr. Eine Gehörgangsentzündung wird häufig durch Wasser im Gehörgang nach dem Schwimmen begünstigt und wird deswegen in vielen Fällen auch Bade-Otitis oder Schwimmer-Otitis genannt. In vielen Fällen ist nur eines der Ohren betroffen. Ein Ekzem oder eine Dermatitis im Ohr ist eine entzündliche, meist juckende Hautkrankheit, die ähnlich wie eine Gehörgangsentzündung verläuft. Greift das Ekzem auch auf den äußeren Gehörgang über, wird von einer Otitis Externa Diffusa gesprochen.

 

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Gehörgangsentzündung & Symptome

Woran merke ich, dass ich eine Gehörgangsentzündung habe? Eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) macht sich meist frühzeitig durch unangenehme Veränderungen im Ohrbemerkbar. Die Symptome entwickeln sich häufig schleichend, können sich aber innerhalb kurzer Zeit deutlich verstärken. Je nach Ausprägung der Entzündung reichen die Beschwerden von leichtem Jucken bis hin zu starken Schmerzen und einer vorübergehenden Hörminderung. Typisch ist, dass die Symptome vor allem bei Berührung oder Bewegung des Ohres zunehmen.

Jucken im Ohr

Eines der häufigsten ersten Anzeichen einer Gehörgangsentzündung ist ein anhaltendes Jucken im Ohr. Viele Betroffene verspüren dabei den starken Drang, sich mit dem Finger oder einem Wattestäbchen zu helfen. Davon ist jedoch dringend abzuraten: Wattestäbchen reizen die empfindliche Haut des Gehörgangs zusätzlich, können kleine Verletzungen verursachen und die Entzündung verschlimmern.

Wichtig zu wissen: Juckende Ohren sind kein eindeutiges Zeichen für eine Gehörgangsentzündung. Auch Ohrenschmalzansammlungen, trockene Haut oder allergische Reaktionen können Juckreiz auslösen. Halten die Beschwerden jedoch an oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte das Ohr ärztlich abgeklärt werden.

Schmerzen und Druckgefühl im Ohr

Schwillt die entzündete Haut im Gehörgang an, treten häufig starke, stechende oder pochende Ohrenschmerzen auf. Typisch ist, dass die Schmerzen sich verstärken, wenn

  • am Ohrläppchen gezogen wird,
  • auf den Ohrknorpel gedrückt wird oder
  • gekaut, gegähnt oder gesprochen wird.

Viele Betroffene berichten zusätzlich über ein unangenehmes Druck- oder Spannungsgefühl im Ohr, das als sehr belastend empfunden werden kann.

Rötung, Schwellung und sichtbare Hautveränderungen

Bei einer Gehörgangsentzündung ist die Haut im äußeren Gehörgang häufig gerötet, geschwollen und überwärmt. In fortgeschritteneren Fällen können sich Verkrustungen, nässende Stellen oder kleine Hautrisse bilden, die das Ohr besonders empfindlich machen. Diese Veränderungen sind teilweise bereits von außen sichtbar.

Ausfluss aus dem Ohr

In manchen Fällen kommt es zu einem flüssigen oder eitrigen Ausfluss aus dem Ohr. Dieser kann unangenehm riechen und ist ein Hinweis darauf, dass die Entzündung weiter fortgeschritten ist oder eine bakterielle Infektion vorliegt. Spätestens bei Ohrsekret sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Vorübergehende Hörminderung

Durch die Schwellung des Gehörgangs kann der Schall schlechter zum Trommelfell gelangen. Die Folge ist häufig eine vorübergehende Einschränkung des Hörvermögens auf dem betroffenen Ohr. Dieses Gefühl ähnelt manchmal einem „verstopften Ohr“ und bessert sich in der Regel, sobald die Entzündung abklingt.

Ohrenschmerzen – Wie bekommt man eine Gehörgangsentzündung?

Eine Gehörgangsentzündung entsteht häufig dann, wenn sich Bakterien oder Pilze im Gehörgang sammeln und dank der warmen, feuchten Umgebung schnell vermehren. Die juckende Haut entzündet sich und schwillt schmerzhaft an. Hier sind die häufigsten Ursachen für Gehörgangsentzündungen.

Ist eine Außenohrentzündung ansteckend?

Abhängig von der Ursache können Gehörgangsentzündungen ansteckend sein. So können sich Keime und Bakterien zum Beispiel über das Badewasser verbreiten. Vermeiden Sie es außerdem sich Ohrstöpsel mit anderen zu teilen oder zwischen den Ohren zu wechseln. Sie können die Keime von einem Ohr an das andere übertragen.

Diagnose: Wie stellt der oder die HNO eine Gehörgangs- entzündung fest?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie zu den Symptomen befragen. Oft ist schon mit dem bloßen Auge zu sehen, dass die Haut im äußeren Gehörgang rot und geschwollen ist. Mit einem Ohrtrichter (Otoskop) wird der Gehörgang anschließend sorgfältig untersucht. Um verschiedene Ursachen der Entzündung auszuschließen, kann Ihr HNO zusätzlich einen Abstrich machen. Leiden Sie unter starken Schmerzen und Fieber sind Sie wegen der Gehörgangsentzündung für ein paar Tage arbeitsunfähig und Ihr Arzt wird Sie krankschreiben.

 

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Behandlung: Was hilft bei einer Gehörgangsentzündung?

Ohne Behandlung kann sich eine Außenohrentzündung über mehrere Wochen schmerzhaft hinziehen. Mit der richtigen Behandlung geht es Ihnen innerhalb weniger Tage besser. Deswegen sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, wenn sich die Ohrenschmerzen nicht innerhalb weniger Tage bessern. Weil eine Gehörgangsentzündung die Körperoberfläche betrifft, wird sie häufig lokal mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt. Zuerst wird das entzündete Ohr sorgfältig gereinigt. Ihr HNO nutzt spezielle Werkzeuge, um das Ohr unter dem Mikroskop zu säubern. Häufig wird ein Salbenstreifen mit Antibiotika ins Ohr gelegt, der nach wenigen Tagen entnommen wird. Aber auch Ohrentropfen helfen. Zur Applikation sollten Sie sich auf die Seite legen und ein paar Minuten mit dem Aufstehen warten, damit die Flüssigkeit nicht direkt wieder hinausläuft. Lassen Sie von traditionellen Hausmitteln gegen Ohrenschmerzen ab. Wärme oder Feuchtigkeit begünstigen die Entwicklung von Pilzen oder Bakterien und verschlimmern Ihre Symptome.

 

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Vorbeugen ist besser als heilen – So können Sie eine Gehörgangsentzündung vermeiden

  • Schieben Sie keine Wattestäbchen oder Finger in die Ohren, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Trocknen sie nach dem Schwimmen die Ohren. Zum Beispiel mit einem Föhn auf niedriger Stufe.
  • Wenn Sie häufig unter Ohrentzündungen leiden, helfen Ohrstöpsel für Schwimmer. Ihr Akustiker kann eine individuelle Otoplastik für Sie fertigen, die nahtlos in den Gehörgang passt und zuverlässig schützt.
  • Lassen Sie Ihre Ohren vor dem Badeurlaub von einem Ohrenarzt oder einer Ohrenärztin professionell reinigen, um Ohrenschmalzpfropfen zu vermeiden.
  • Reinigen Sie Ihre Hörgeräte regelmäßig.
  • Teilen Sie Ihre Ohrenstöpsel nicht mit anderen und tragen Sie Ihre Ohrenstöpsel nicht zu häufig. Gehörschutzkopfhörer sind eine gute Alternative, weil sie nicht direkt in den Ohren sitzen.

Bitte suchen Sie bei länger anhaltenden oder stärker werdenden Schmerzen eine Spezialistin oder einen Spezialisten im Bereich HNO auf.

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