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Hörgeräte

Hier finden Sie Fragen und Antworten über Hörgeräte.

Was ist ein Hörgerät?

Hörgeräte gleichen eine Hörminderung aus. Sie verstärken genau in den Bereichen, in denen das Gehör Unterstützung benötigt. Alle Hörgeräte haben dazu Mikrofone, Verstärker und Lautsprecher. Die technische Ausstattung dieser Komponenten und das vom Hörgeräteakustiker programmierte Zusammenspiel bestimmen die Qualität des neuen guten Hörens. Verschiedene Hörgerätemodelle unterscheiden sich in ihren Formen, Farben, Verstärkungsleistungen und Komforts. Im Gespräch mit dem Kunden schlägt der Hörgeräteakustiker Hörgeräte vor, die den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Kunden in allen Bereichen am besten entsprechen.

Benötige ich ein Hörgerät?

Meist tritt eine Hörminderung schleichend und fast unbemerkt auf. Oftmals fällt Freunden oder der Familie die Hörminderung eher auf als einem selbst und sie machen den Betroffenen darauf aufmerksam, zum Beispiel aufgrund des lauten Fernsehers. Weisen Ihre Freunde oder Familie Sie darauf hin, dass Ihr Fernseher sehr laut ist? Oder glauben Sie, Ihre Gesprächspartner sprechen sehr leise oder nuscheln? All dies können Indizien für eine Hörminderung sein. Machen Sie einen Hörtest und erfahren Sie, ob Sie einen Hörverlust haben. Ist dies der Fall, lassen Sie die Ohren von einem Ohrenarzt untersuchen. Er wird Ihnen sagen, ob Ihnen ein Hörgerät helfen kann, das Hörvermögen zu verbessern.

Muss ich zwingend ein Hörgerät tragen, wenn es mir verordnet wurde?

Hören ist eine Gehirnleistung, die über Nervenverbindungen erfolgt. Je länger das Gehör durch die Hörminderung aus der Übung ist, umso länger dauert es, die bestmögliche Hörleistung wiederherzustellen. Daher wird empfohlen, dass Sie sich nach dem Feststellen der Hörminderung unmittelbar an einen Hörgeräteakustiker wenden, um ein Hörgerät für Sie auszusuchen.

Welche verschiedenen Hörgeräte gibt es?

Es gibt Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO-Hörgeräte) und Im-Ohr-Hörgeräte (IO-Hörgeräte).

Die HdO-Hörgeräte sitzen hinter der Ohrmuschel, wiegen meist nur wenige Gramm und können auf unterschiedliche Weise durch einen Schallschlauch mit dem Gehörgang verbunden werden. HdOs gibt es als offene und geschlossene Systeme. Bei der offenen Versorgung ist der Schlauch besonders dünn und unauffällig. Er wird durch ein kleines, nicht sichtbares Ohrstück im Gehörgang fixiert. Bei einer geschlossenen Versorgung überträgt der Schlauch den Schall zu einem maßgefertigten Ohrstück, das den Gehörgang verschließt. Damit lassen sich größere Verstärkungen umsetzen.
Ein IO-Hörgerät ist maßgefertigt und findet im Ohr Platz. Dabei gibt es drei Varianten: Das Hörgerät füllt die komplette Ohrmuschel aus, das Hörgerät liegt im Gehörgang und ist nur zu einem kleinen Teil sichtbar oder das Hörgerät liegt vollständig im Gehörgang und ist gar nicht sichtbar. Die kleinen Bauformen dieser Hörgeräte werden wesentlich vom Durchmesser und Verlauf des Gehörganges beeinflusst. Bei zu engen Gehörgängen scheiden diese Bauformen aus. Zudem ist ab einer bestimmten Stärke des Hörverlustes diese Technik unzureichend, da die Leistungsfähigkeit dieser Geräte eingeschränkt ist. HdOs und IOs sind die häufigsten Lösungen.
Daneben gibt es Sonderformen wie zum Beispiel Hörbrillen, Knochenleitungshörgeräte, implantierte Hörgeräte oder Conchlea-Implantate. Ihr GEERS Hörgeräteakustiker schlägt Ihnen Hörgeräte nach Ihren individuellen Bedürfnissen vor.

Gibt es unsichtbare Hörgeräte?

Es gibt Hörgeräte, die vollständig im Gehörgang sitzen und daher nicht sichtbar am bzw. im Ohr getragen werden. Diese Bauform der sogenannten Im-Ohr-Hörgeräte ist nur bei ausreichend großen Gehörgängen und bis zu einem bestimmten Stärkegrad der Schwerhörigkeit geeignet. Andere Hörgeräte sind zwar nicht unsichtbar, fallen jedoch durch ihre kleinen Bauformen und wählbaren Farben, beispielsweise Haut- oder Haartöne, kaum auf.

Muss ich unbedingt zwei Hörgeräte tragen oder reicht ein Hörgerät aus?

Das menschliche Hören funktioniert nach dem Prinzip der Stereofonie und ist auf zwei voneinander unabhängige Quellen – unsere Ohren – angewiesen. Wenn Sie auf beiden Ohren eine Hörminderung haben, sollten Sie zwei Hörgeräte tragen. Ansonsten kann es passieren, dass bei einer Hörgeräteversorgung auf nur einem Ohr Ihr nicht versorgtes Ohr das Hören verlernt, ähnlich wie bei einem untrainierten Muskel. Dies hat zur Folge, dass eine spätere Hörgeräteversorgung auf diesem Ohr nur mit großem Trainingsaufwand durchgeführt werden kann. In diesem Fall können Sie nur durch eine beidseitige Versorgung wahrnehmen, aus welcher Richtung ein Geräusch oder Sprache kommt. Gerade im Straßenverkehr kann dies Ihr Leben retten. Ebenso können Sie Sprache aus „Störgeräuschen“ nur bei einer beidseitigen Versorgung herausfiltern. Grundsätzlich gilt aber: Wenn Ihre Hörminderung nur ein Ohr betrifft, ist nur dieses mit einer Hörtechnik zu versehen. Das Richtungshören wird dann durch Ihr gesundes Ohr unterstützt.

Kann das ursprüngliche Hörvermögen mit einem Hörgerät wiederhergestellt werden?

Das ursprüngliche Hörvermögen kann durch ein Hörgerät nicht vollständig, aber annähernd wiederhergestellt werden. Je nach Schweregrad der Hörminderung gibt es Unterschiede. Gerne informiert Sie Ihr Hörgeräteakustiker in einem unserer GEERS Fachgeschäfte ausführlich über dieses Thema.

Wie teuer ist ein Hörgerät?

Hörgeräte gibt es zu unterschiedlichen Preisen. Die Spanne reicht von der einfachen Basis-Hörtechnik ohne Zuzahlung (die Krankenkasse übernimmt den Festbetrag) bis zu Hightech-Hörgeräten mit Spitzenleistungen zu einem Preis bis rund 3.000 €. Welches Hörgerät zum Einsatz kommt, hängt von Ihrer jeweiligen Hörsituation und Ihren Ansprüchen an das Hörgerät ab. Es gibt kein Hörgerät, das für jeden geeignet ist. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen aktuell einen Festbetrag von bis zu 784,94 € je Hörgerät. Bei Hörgeräten, die preislich über dem Basissatz liegen, wird der Zuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse ebenfalls gezahlt, so dass sich der private Anteil um diesen Betrag verringert. Zuschüsse von privaten Krankenkassen weichen stark voneinander ab und müssen im Einzelfall ermittelt werden.

Wo kann ich ein Hörgerät kaufen?

Da ein Hörgerät auf Ihre individuelle Hörsituation eingestellt werden muss, erhalten Sie dieses ausschließlich im Fachhandel. Kommen Sie einfach in eines unserer GEERS Fachgeschäfte.

Wie wird ein Hörgerät auf meine individuelle Hörsituation eingestellt?

In unserem bewährten Anpassprozess passen wir die Hörgeräte Ihrer individuellen Hörsituation an. Wir besprechen gemeinsam die jeweiligen Höreindrücke und optimieren die Einstellung bis zu Ihrer vollkommenen Zufriedenheit. Unsere Kunden sind mittendrin und nicht nur Randfigur der eigenen Hörgeräteanpassung.

Wie lange ist die Lebensdauer eines Hörgerätes?

Die Lebensdauer eines Hörgerätes ist stark abhängig von dessen Pflege, der regelmäßigen Wartung, Einflüssen der Trageumgebung und den Alterungseigenschaften der Bauelemente. Schon bei der Hörgeräteanpassung erhalten Sie von Ihrem Hörgeräteakustiker Hinweise zur Pflege. Viele Hörgeräteträger schaffen sich auch die notwendige Trockeneinrichtung an, die dem Hörgerät über Nacht die schädliche Feuchtigkeit entzieht. Für die regelmäßige Wartung der Systeme bietet Ihr GEERS Hörgeräteakustiker Überprüfungstermine an. Dennoch lassen sich die für die Lebensdauer eines Hörgeräte schädlichen Einflüsse wie Schweißeinwirkung, Luftfeuchtigkeit, Aufheizen durch Sonnenbestrahlung, Abkühlung durch Winterkälte, Rüttelbewegung durch Laufen, Sport usw. nicht ausschalten. Insofern ist es erstaunlich, dass Hörgeräte über Jahre hinweg ihren Dienst tun. Die kritische Grenze für die Lebensdauer eines Hörgerätes liegt der Erfahrung nach bei ca. 5 bis 6 Jahren. Nach diesem Zeitraum häufen sich die Reparaturen und die Leistung der Systeme nimmt stark ab. Dies ist verständlich, wenn man berücksichtigt, wie lange das Gerät in diesem Zeitraum benutzt wird. Bei einer Tragedauer von 12 Stunden am Tag ergibt das in 5 Jahren über 21.000 Stunden. Zum Vergleich: Eine Stereo-Anlage, die 4 Stunden am Tag eingeschaltet ist, erreicht in 5 Jahren nur ca. 7.000 Stunden, wobei kaum Umwelteinflüsse auf sie einwirken.

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Aus dem Inhalt:
• Hörminderung: Ein Verlust mit Folgen
• Hörverlust erkennen inkl. Selbst-Test
• HNO-Arzt und Hörgeräteakustiker
• Vorteile & Kosten eines Hörgerätes
• Besuch bei GEERS – Ihre nächsten Schritte