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Knalltrauma – was ist das eigentlich?

Es ist allgemein bekannt, dass Lärm das Gehör schädigen kann. Wenn es allerdings kurzzeitig zu laut wird, kann unser Gehör sogar ein Trauma davontragen. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Thema und wie Sie sich schützen können. Lautsprecher
→ Was ist ein Knalltrauma?
→ Wie äußert sich ein Knalltrauma?
→ Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
→ Gibt es Vorbeugungsmöglichkeiten?


Was ist ein Knalltrauma?

Ein Knalltrauma ist eine Verletzung der Sinneszellen des Innenohrs, die durch eine kurze, aber sehr starke Lärmeinwirkung hervorgerufen wird. Typische Lärmeinwirkungen, welche zu dem Trauma führen können, sind:

  • Silvesterböller und Feuerwerk
  • platzende Airbags
  • Schüsse
  • Ohrfeigen
  • Blitzschläge
  • Konzerte, bei denen stellenweise extreme Lautstärken erreicht werden

Die Lautstärken, die ein solches Trauma hervorrufen können, belaufen sich auf mindestens 140 dB. Die Lärmeinwirkung dauert hierbei nur ein bis drei Millisekunden.

Des Weiteren gibt es noch das Explosionstrauma. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass das Trommelfell reißt, wohingegen es beim Knalltrauma intakt bleibt. Und wenn sich Ihr Hörvermögen nach der Lärmeinwirkung sogar noch weiter verschlechtert mit der Zeit, ist auch das ein Anzeichen für ein Explosionstrauma.

Wie äußert sich ein Knalltrauma?

Das Knalltrauma äußert sich immer in einem Hörverlust, der sehr stark ausfallen und einem Zustand von Taubheit ähneln kann. Des Weiteren werden oftmals Ohrensausen oder Tinnitus beklagt. Manche Betroffene berichten zudem von dem Eindruck, dass sich das jeweilige Ohr verstopft anfühlt. Meistens verschwindet die Taubheit innerhalb von Stunden bis zu einigen Wochen von allein. Bei einem anhaltenden Hörverlust nach einem Knalltrauma sind vor allem die Töne im Hochtonbereich betroffen. In diesem Fall können Hörgeräte helfen. Auch wenn der Hörverlust bei dieser Art der Lärmeinwirkung oftmals nicht anhaltend ist, können Ohrengeräusche beziehungsweise Tinnitus bleiben. Ähnliche Symptome finden sich übrigens bei einem Hörsturz. Es ist also in jedem Falle ratsam, rasch einen HNO-Arzt aufzusuchen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Zur Diagnosestellung kann der behandelnde HNO-Arzt mit Ihnen einen Hörtest durchführen und anhand dessen ein Audiogramm erstellen, also eine bildliche Darstellung Ihres Hörvermögens. Lautet die Diagnose „Knalltrauma“, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, welche in Betracht gezogen werden können. Helfen können die:

  • Infusionstherapie
  • Kortisontherapie
  • Einnahme durchblutungssteigernder Medikamente
  • Oxykarbontherapie
  • Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie)

Operativ wird nur in Einzelfällen eingegriffen mittels der sogenannten Tympanotomie. Bei dieser Methode wird unter lokaler Narkose das Trommelfell zur Seite geklappt, um das Innen- und Mittelohr auf mögliche Verletzungen hin zu untersuchen.

Gibt es Vorbeugungsmöglichkeiten?

DiskoWenn Sie eine Verletzung des Innenohrs vermeiden möchten, sollten Sie einige Punkte beachten. Wichtig ist es, großen Lärm zu meiden und Ihr Gehör passend zur Situation zu schützen. Wenn Sie zum Beispiel an Silvester nicht auf Böller und Knaller verzichten möchten, sollten Sie zur Vorbeugung einer Gehörschädigung einen Gehörschutz tragen. Das Gleiche gilt für Konzerte, bei denen Sie im Vorfeld wissen, dass es etwas lauter werden kann. Falls Sie vermuten, dass Sie selber ein akustisches Trauma erlitten haben könnten, sollten Sie baldmöglichst einen HNO-Arzt aufsuchen.

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