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Hörverlust im Alter - Was bedeutet das wirklich?

Bei vielen Menschen setzt im Alter von circa 50 bis 60 Jahren - zunächst ohne erkennbare Ursache - ein Hörverlust ein. Typisch ist, dass Betroffene das selbst häufig gar nicht wahrnehmen, sondern von Freunden und Familie darauf angesprochen werden. In der Regel betrifft die Hörstörung zunächst die sehr hohen Töne - Kinderstimmen, Vogelzwitschern oder die Türklingel werden plötzlich „überhört“. Meist sind beide Ohren betroffen und das Hörvermögen nimmt langsam ab. Bei einigen Betroffenen können zudem störende Ohrgeräusche (Tinnitus) hinzukommen. All das hat zur Folge, dass es diesen Menschen zunehmend schwer fällt, Gesprächen zu folgen, vor allem in lauter Umgebung mit vielen Hintergrundgeräuschen.


Wann beginnt Altersschwerhörigkeit?

Bei manchen Menschen können sich bereits im vierten Lebensjahrzehnt erste Anzeichen eines Hörverlustes bemerkbar machen. Allerdings nimmt die Häufigkeit derartiger Störungen bei den über 50-jährigen deutlich zu. Bei den über 60-jährigen ist sogar ein Drittel aller Menschen betroffen. Hörtestuntersuchungen haben ergeben, dass in dieser Altersgruppe die Hälfte der Männer und ein Viertel der Frauen betroffen ist.

Insgesamt leiden rund 14 Millionen Deutsche an Altersschwerhörigkeit – viele davon ohne, dass sie es genau wissen. Sie merken lediglich, dass ihr Hörvermögen nicht mehr „das alte“ ist. Umso wichtiger ist es, die Symptome zu erkennen und sich dann eine professionelle Beratung zu holen.


Diese Symptome sind typisch für den Hörverlust im Alter:

  • Ein zunehmender, meist beidseitiger und symmetrischer Hörverlust. Häufig zunächst in den höheren Frequenzen, später dann auch im Mittel- und Tieftonbereich.
  • Ein eingeschränktes Wortverständnis, vor allem in geräuschvoller Umgebung – auch „Cocktail- Party-Effekt“ genannt. Betroffene können ab einem bestimmten Punkt des Hörverlustes nur noch mühsam an Konversationen teilnehmen. Die Folge: Sie verlieren zunehmend die Lust und Freude an größeren Gesellschaften und Feiern.
  • Schwerhörige Menschen fühlen sich in einer geräuschvollen oder lauten Umgebung oft unsicher und unwohl.
  • Zusätzlich zur Hörminderung können Ohrgeräusche auftreten, häufig ist auch das Verständnis einzelner Wortsilben besser als das Satzverständnis.

Um die sozialen, kognitiven und gesundheitlichen Folgeschäden der Schwerhörigkeit möglichst gering zu halten, ist eine rechtzeitiges Handeln von hoher Bedeutung. Wer zunehmend Frauen- und Kinderstimmen (Hochtonbereich) schlecht versteht, sollte sich beraten lassen und einen Hörtest machen.

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Wie kommt es zum Hörverlust im Alter?

Verschiedene Faktoren können den Prozess der Abnahme des Hörvermögens beschleunigen. Dazu gehören Herz-, Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen, aber auch Lärm, andere Umweltfaktoren oder Medikamente spielen eine Rolle. Auch Genussgifte wie Nikotin können sich schädigend auf das Hören auswirken.

Körperliche Alterungsprozesse sind ganz natürlich und betreffen auch das Gehör. Beeinträchtigt werden dabei das Innenohr mit seinen Sinneszellen, der Hörnerv sowie die Hirnbereiche, die für eine Weiterverarbeitung der Signale verantwortlich sind. Lässt sich eine krankhafte Ursache des Hörverlusts ausschließen, zum Beispiel eine Otosklerose, sprechen Mediziner von Altersschwerhörigkeit.

Das Video erklärt anschaulich wie der Hörvorgang funktioniert und was passiert, wenn er gestört ist: Durch ein Verkümmern der Haarsinneszellen kommt es zum altersbedingten Hörverlust.

 

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