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„Wie bitte?“ – Folgen für Kommunikationspartner

Wer nicht mehr gut hört, versteht seine Mitmenschen nicht mehr richtig: Ihm entgehen Details aus Gesprächen und wichtige Informationen gehen einfach unter. Wer seinen Kommunikationspartnern nicht mehr folgen kann, verliert irgendwann das Interesse. Ein Hörverlust kann schwerwiegende Folgen für den Betroffenen haben: Von sozialen Verlusten über körperliche Folgen wie Verspannungen bis hin zu psychologischen Auswirkungen wie Depressionen. Doch auch Lebenspartner und nähere Angehörige müssen sich auf die neue Situation einstellen. Den Betroffenen zu verstehen und ihm zu helfen, sollte dabei an erster Stelle stehen.

Was passiert eigentlich im Ohr, wenn jemand nicht mehr gut hören kann? Das Video von GEERS zeigt ausführlich, was die ersten Anzeichen einer Hörminderung sind und welche Abläufe im Ohr nicht mehr richtig funktionieren.

 

Veränderung der Kommunikation

„Wie bitte?“ – Dieser Satz ist sehr bezeichnend für die Kommunikation mit Menschen, die schlechter hören. Häufiges Nachfragen tritt zwangsläufig auf, wenn Betroffene verschiedene Wörter oder ganze Satzteile einfach nicht mehr verstehen können. Doch auch das Gegenteil kann passieren: Wer akustisch nichts mehr versteht, hat irgendwann keine Lust mehr, sich zu unterhalten. So kann die Kommunikation auch schnell einseitig werden oder ganz verstummen.

Tipp
Wer eine solche Veränderung in der Kommunikation wahrnimmt, sollte nicht tatenlos zusehen oder gar böse sein. Nachlassende Gesprächsfreudigkeit kann ein deutliches Zeichen für eine Hörminderung sein, die nicht von selbst wieder besser wird!


Umgang mit Betroffenen

Menschen, die nicht unter einem Hörverlust leiden, können schlecht nachvollziehen wie es ist, mit einer Hörminderung leben zu müssen. Oft sind die betroffenen Personen selbst zunächst unsicher und schämen sich eher für den Makel, als dass sie offen damit umgehen. Folgende Tipps können Angehörigen – und nicht zuletzt den Betroffenen selbst – helfen:

Nehmen Sie das Thema ernst und informieren Sie sich über Schwerhörigkeit. So können Sie besser nachvollziehen, welche Folgen eine Hörminderung für den Betroffenen hat und manches Verhalten besser nachvollziehen.

Sprechen Sie das Problem an und unterstützen Sie den Betroffenen bei allen Schritten: Vom Gang zum Arzt oder dem Hörgeräteakustiker, über das Anpassen von Hörgeräten bis hin zum Meistern der neuen Situation im gemeinsamen Alltag.

Sollte ein Hörgerät verschrieben werden, muss sich der Betroffene erst an die neue Art des Hörens gewöhnen. Häufig treten gerade in dieser Phase Zweifel und Ungeduld auf. Helfen Sie hier mit Gelassenheit und Worten, die Mut machen.

Passen Sie Ihre direkte Kommunikation an: Klares, deutliches Sprechen und eine Position, in der der Betroffene auf Ihre Lippen schauen können, sind sehr hilfreich. Wenn Sie nicht verstanden werden, formulieren Sie die Aussage um, anstatt immer wieder das Gleiche zu wiederholen.

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