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GEERS Erfahrungsberichte

Was GEERS Mitarbeitende über ihre Reise mit Hear the World sagen

Das Engagement für besseres Hören wird auch bei GEERS mit der Hear the World Foundation aktiv gelebt. Mitarbeitende können sich in die Stiftungsarbeit der Hear the World Foundation einbringen. Ihr Einsatz bildet neben der finanziellen und technologischen Projektunterstützung die Basis der gesamten Stiftungsarbeit. Sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag, denn durch ihr persönliches Engagement wird die Nachhaltigkeit der Projekte gefördert.

Freuen Sie sich auf fortlaufend eingestellte Berichte von engagierten Mitarbeitenden und ihre Arbeit für Hear the World.

Kinder in Guatemala warten geduldig auf Ihren Hörtest

3 Fragen an Ewa Mikuła


Was hat Sie bewogen sich bei Hear the World zu engagieren?
"Hear the World ist ein Projekt, welches Leben verändert. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wie viel jeder mit ein wenig investierter Zeit bewirken kann, um Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Diese Erfahrung wollte ich nicht missen. Im Nachhinein würde ich sogar sagen, dass meine Erfahrung mit Hear the World das Beste war, was ich bisher in meiner Berufszeit geleistet habe."

Inwiefern war Ihre Arbeit vor Ort anders als in Polen?
"Nur durch die gute Voraborganisation aller Beteiligten sowie die angereisten Hörakustiker, die ihre eigenen Geräte mitgebracht hatten, war es möglich unter sehr guten Bedingungen zu arbeiten. Auch die Kooperation mit der Sonrisas Stiftung war hilfreich, um die vier Schulbesuche erfolgreich durchzuführen und am Ende fast 1.000 Patienten zu behandeln, wovon wir 61 mit gespendeten Hörgeräten versorgen konnten."

Was war Ihr schönster Moment mit HTW?
"Ich stand vor einigen technischen Herausforderungen - den größten Teil des Tages verbrachte ich wie der Rest unseres Teams an Schulen. Der Platz war begrenzt, so dass ich nicht immer die Möglichkeit hatte, meinen Laptop angeschlossen zu lassen. Aus diesem Grund habe ich mich eines Tages, als meine Batterie fast leer war, dazu entschlossen, den Umgang mit Audiometern zu erlernen, um den anderen bei Screenings zu helfen. Es war eine gute Entscheidung, denn jetzt kann ich das Hören von Kindern untersuchen, was für mich eine erstaunliche Erfahrung war."

Ira Pisulla beim Hörtest mit Kindern

Ira Pisulla - Fortsetzung


Was hat Sie bewogen sich bei Hear the World zu engagieren?
"In Deutschland ist es für die Menschen ganz normal, dass sie eine Hörgeräteversorgung von der Krankenkasse bezahlt bekommen. In anderen Ländern, wie Mexiko oder Guatemala ist es mit der medizinischen Versorgung für arme Familien fast unmöglich ihren Kindern eine gute Versorgung mit Hörgeräten zu ermöglichen. Mir war es schon immer eine Herzensangelegenheit anderen Menschen, vor allem Kindern zu helfen. Dass ich mit meiner Arbeit Kindern durch eine Hörgeräteanpassung den Zugang zu Bildung und ihrem sozialen Umfeld ermöglichen kann, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Dies lässt sich auch nur schlecht in Worte fassen. Die Möglichkeit Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und mit zu erleben, wie sie das erste Mal hören war meine größte Motivation, um mich zu bewerben."

Inwiefern war Ihre Arbeit vor Ort anders als in Deutschland?
"In Mexiko mussten wir viel mehr improvisieren, als bei unserem Besuch in Guatemala. Dadurch war auch mehr Absprache und Teamwork gefordert. Durch die vielen Gespräche während der Trainings und den Austausch mit internationalen Kollegen ist mir eins klar geworden. Es ist ganz egal, welche Sprache man spricht, welche Ausbildung man hat oder aus welcher Kultur man kommt, man kann gemeinsam so viel in einem Menschenleben verändern."

Hatten Sie einen bestimmten Bezug zu diesem Land?
"Zu Guatemala hatte ich vor meinem Besuch mit HTW keinerlei Beziehung. Anders sieht es mit Mexiko aus. Dort habe ich im Jahr 2009-2010 ein Auslandsjahr gemacht und hänge persönlich sehr an dem Land und würde es als meine zweite Heimat beschreiben. Außerdem haben wir bei uns Zuhause auch drei Austauschschüler in den letzten Jahren aufgenommen."

Was war Ihr schönster Moment in Mexiko?
"Jonathan, ein kleiner Patient, hat bei seiner Anpassung in Oaxaca, Mexiko von uns einen Kuscheltier-Löwen geschenkt bekommen. Er hat sich mit ihm hingesetzt, sich eine Reinigungsbürste der Hörgeräte geschnappt, angefangen ihm die Mähne zu kämmen und hat ihm dann auch die Örchen sauber gemacht. Als er mit der “Körperpflege” fertig war, wurde eine ordentliche Runde gekuschelt und gespielt."

Was würden Sie den nächsten potentiellen Helfern mit auf den Weg geben?
"Falls ihr jemals die Chance bekommen sollte, als Volunteer bei HTW mitzuwirken, MACHT DAS! Es ist so eine erfüllende Arbeit, weil man nichts als Gegenleistung erwartet und trotzdem sooooo viel zurückbekommt! <3"

Lars

3 Fragen an Lars Puphal


Was hat Sie bewogen sich bei Hear the World zu engagieren?
"Es war schon längere Zeit mein Wunsch, an einem Hilfsprojekt im Ausland tätig zu sein. Ich wollte Kindern in Entwicklungsländern auch die Möglichkeit geben, ein gutes Hören zu erreichen. Durch Hear the World hatten wir jetzt die Möglichkeit das langjährige Vitakustik Projekt in Vietnam zu unterstützen. Dieses hatte ich schon immer verfolgt und war sehr froh und dankbar dann dabei sein zu dürfen."

Inwiefern war Ihre Arbeit vor Ort anders als in Deutschland?
"In Vietnam hatten wir nicht, wie es bei uns gewohnt ist, einen Anpassraum mit Messmöglichkeiten. Es ist jeden Tag sehr wuselig gewesen, weil wir nur 5 Tage hatten, um alle Kinder mit Hörgeräten und dazugehörigen Ohrstücken zu versorgen. Man muss auch häufiger improvisieren, weil einem vor Ort natürlich nicht immer alle Mittel zur Verfügung stehen."

Was war Ihr schönster Moment mit Hear the World?
"Ich finde es ganz schwer zu sagen, welcher der emotionalste Moment gewesen ist. Im Grunde genommen ist es das Gesamtpaket. Aber die Dankbarkeit der Kinder beziehungsweise auch der Eltern ist schon enorm. Das Funkeln in deren Augen ist schön zu sehen. Sehr emotional war es aber, als die gesamte Schule für uns eine Tanzauführung durchgeführt hat, um uns zu zeigen, wie dankbar sie sind, dass wir vor Ort waren."

Philipe mit Mutter und Kind beim Beratungsgespräch

3 Fragen an Philipe Hintze Alzate


Was hat Sie bewogen sich bei Hear the World zu engagieren?
"Jedem gutes Hören zu ermöglichen, auch wenn es die Umstände vielleicht nicht hergeben, durch finanzielle Einschränkungen. Für mich besteht nach wie vor eine besondere Verbindung zum südamerikanischen Volk. Ich möchte einfach nur helfen und etwas zurückgeben, denn für Kinder mit Hörverlust in Guatemala ist es deutlich schwieriger aktiv am Leben teilzunehmen als hier bei uns in Deutschland."

Inwiefern war Ihre Arbeit vor Ort anders als in Deutschland?
"Ich habe mehr Dankbarkeit empfunden. Die Freude über das neue Erlebnis “Hören” wird hier wesentlich größer zum Ausdruck gebracht. Ein unbeschreibliches Erlebnis!"

Was war Ihr schönster Moment mit Hear the World?
"Die Freudentränen der Eltern als auch der Kinder. Man fühlt sich direkt mit der Person verbunden."

Ira Pisulla beim Hörtest mit Kindern

3 Fragen an Ira Pisulla


Was hat Sie bewogen sich bei Hear the World zu engagieren?
"Mir war es schon immer eine Herzensangelegenheit anderen Menschen, vor allem Kindern zu helfen. Die Möglichkeit, Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und mit zu erleben, wie sie das erste Mal hören, war meine größte Motivation, um mich zu bewerben. Es macht mich sehr glücklich zu sehen, dass ich Menschen durch meine Arbeit nicht nur mehr Lebensqualität bieten kann, sondern auch neue Chancen."

Inwiefern war Ihre Arbeit vor Ort anders als in Deutschland?
"Die Arbeit war vom Prinzip her genauso wie Zuhause. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass die Menschen in Guatemala unser Engagement nicht als selbstverständlich angesehen haben und es für sie etwas ganz Besonderes war. Die Dankbarkeit der Menschen war riesig, was sie durch Geschenke oder Umarmungen ausgedrückt haben. Einige Familien haben mehrstündige Reisen auf sich genommen und sind mehrere hunderte Kilometer gefahren, um von uns die gespendeten Hörgeräte angepasst zu bekommen. In Guatemala war die Ausstattung der Klinik super. Das Team bestand aus angelerntem Personal, die vorher jedoch alle in ganz anderen Bereichen gearbeitet haben. Sie wurden alle von der einzigen Audiologin, Paty Castellaños, geschult."

Was war Ihr schönster Moment mit Hear the World?
"Mein emotionalster Moment war die Anpassung von einem 7-jährigen Jungen, Joshua, der das erste Mal in seinem Leben etwas gehört hat. Er war so überwältigt von den ganzen Eindrücken, die auf ihn eingeprasselt sind, dass er nicht anders reagieren konnte als zu weinen. Es war so herzergreifend, dass wir alle auch mit den Tränen kämpfen mussten."

Ira was in diesem Jahr bereits zweimal mit Hear the World unterwegs. Sie konnte einigen Kindern in Guatemala sowie auch in Mexiko eine Lebensverbesserung schenken, damit Sie tun können, was Sie am besten können: Kind sein!

Marlene Nospickel beim Hörtest mit einem Kind

3 Fragen an Marlene Nospickel


Was hat Sie bewogen sich bei Hear the World zu engagieren?
"Mit meinem Beruf Menschen aus fremden Kulturen die Möglichkeit zu eröffnen die Welt zu hören, sowie sich mit Kollegen aus anderen Nationen auszutauschen."

Inwiefern war Ihre Arbeit vor Ort anders als in Deutschland?
"Es herrschten erschwerte Bedingungen. In Deutschland werden Hörtests zum Beispiel einzeln in schallisolierten Hörkabinen durchgeführt. In Guatemala führten acht Akustiker zeitgleich Hörtests in Klassenzimmern durch. Teilweise kamen wir bis auf 700 Schulkinder am Tag. In Guatemala waren wir auf der Frühchenstation und führten die Screenings durch. In Deutschland übernimmt diese Aufgabe der HNO-Arzt."

Was war Ihr schönster Moment mit Hear the World?
"Es gab viele schöne und auch emotionale Momente in Guatemala.
Einer der emotionalsten Momente war, als eine Familie (Mutter, Vater, Sohn) zur Hörgeräteanpassung kam. Der Vater saß hinter seinem Sohn und seiner Frau und beobachtete mich die ganze Zeit ziemlich skeptisch. Nachdem ich die Hörsysteme programmiert und anschließend aktiviert hatte, bat ich den Vater leise mit seinem Sohn zu sprechen, denn dies hatte er nie wahrgenommen. Der Vater sagte zu seinem Sohn “Te amo” (Ich liebe dich)  und dieser antwortete “Yo también te amo” (Ich liebe dich auch). Der Vater bekam direkt Tränen in den Augen und drückte mich beim Abschied, weil er so glücklich war."