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Ton für Ton statt Knall auf Fall

07/15/2014
von Julien
blog_ton-fuer-ton_gr

Jeder Mensch entwickelt seine ganz eigenen Wege und Rituale, um sich den Alltag so einfach und bequem wie möglich zu machen. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier! Auch wenn es um die Sinneswahrnehmungen geht, passt er sich schnell an kleine Defizite an und entwickelt bestimmte Verhaltensweisen. Sieht man beispielsweise den Computer-Bildschirm nicht mehr richtig scharf, wird dieser etwas näher heran gezogen, oder hört man Ton des Fernsehers nicht mehr gut, wird eben die Lautstärke aufgedreht. So arrangieren sich viele mit dem Nachlassen ihrer Sinne, umgehen diese Einschränkungen und gewöhnen sich daran.

Besseres hören kann ungewohnt sein

Oft sind es Angehörige und Freunde, die den Anstoß geben, doch mal einen Hörtest zu machen. Empfiehlt sich daraufhin ein Hörgerät, heißt es jedoch geduldig sein, bis sich ein optimales Klangerlebnis einstellt. Denn nachdem sich der Hörsinn dank eines Hörgerätes wieder verbessert hat, empfinden Hörgeräteträger diesen Wandel häufig als eine ungewohnte Reizüberflutung. Das Hörerlebnis ist zu Beginn oft nicht optimal und kann zuweilen sogar unangenehm sein. Sogar der Klang der eigenen Stimme kann zunächst für Unbehagen sorgen. Dieses Phänomen wird als Okklusionseffekt oder Verschlusseffekt bezeichnet. Die Ursache dafür liegt im so genannten “osteo-tympanale Knochenschall”. Dieser verursacht einen Anstieg tieferer Frequenzen. Der empfundene Klang wird häufig als ein Mitschwingen der eigenen Stimme im Kopf beschrieben. Um diesem Effekt entgegen zu wirken, optimiert der Hörgeräteakustiker das Verhältnis von Belüftung und Verstärkung.

Auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden …

Wer ein neues Hörgerät trägt, der sollte sich Zeit lassen, sich an die neuen Sinneseindrücke zu gewöhnen. Zu Beginn bietet es sich an, die Hörhilfe nur einige Stunden am Tag zu tragen. Auch von technischer Seite, am Hörgerät selbst, gibt es Möglichkeiten über verschiedene Programme einen langsamen Einstieg zu finden.

Ein enger Austausch mit dem Hörgeräteakustiker und eine intensive Betreuung sind während der Eingewöhnungsphase unbedingt erforderlich. Lassen Sie es ruhig angehen, damit Sie die ungewollte Ruhe hinter sich lassen und wieder jeden Ton des Lebens genießen können.

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