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Gehör trainieren? So funktioniert's!

07/13/2017
Nadine
Gehör trainieren? So funktioniert's!

Straßenlärm, Durchsagen am Bahnsteig oder Stimmengewirr im Café – gerade ältere Menschen haben in solchen Situationen häufig ein Problem damit, alles zu verstehen oder sich auf den Gesprächspartner zu konzentrieren. Hier können Hörgeräte helfen, mehr zu hören. Das Gehörte jedoch auch richtig zu verstehen ist Aufgabe des Gehirns und lässt sich trainieren. Wir verraten Ihnen einige Übungen.

Geräusche orten

Richtungshören ist vor allem im Straßenverkehr extrem wichtig, um zum Beispiel einen herannahenden Rettungswagen rechtzeitig zu hören und reagieren zu können. Diese Ortung können Sie trainieren, indem Sie sich an einen belebten Platz begeben und sich bestimmte Geräusche „herauspicken“. Das kann ein Gespräch sein, Absatzschuhe oder Hundegebell. Versuchen Sie, verschiedene Geräusche zu identifizieren und auch die Richtung zu bestimmen, aus der diese kommen. Damit trainieren Sie zusätzlich Ihre Konzentration und Ihr Arbeitsgedächtnis.

Geräusche und Emotionen

Nehmen Sie sich etwas Zeit, setzen Sie sich auf eine Parkbank oder auf den Balkon und schließen Sie die Augen. Konzentrieren Sie sich auf die einzelnen Geräusche, die Sie wahrnehmen und achten Sie auf die Emotionen, die dabei ausgelöst werden. Bestimmte Geräusche sind meist mit einer bestimmten Emotion oder Erinnerung verbunden. Unangenehme Klänge können beispielsweise leichter ausgeblendet werden, je besser und schneller sie erkannt werden.

Gezieltes Hören

Die meisten Menschen sind in überfüllten Räumen mit hohem Lärmpegel überfordert. Für Menschen mit Hörminderung ist das Verstehen hier zusätzlich anstrengend. Häufige Folge ist das Zurückziehen aus solchen Situationen. Das muss aber nicht sein, wenn man „gezieltes Hören“ trainiert. Suchen Sie sich eine Situation mit hohem Geräuschpegel, zum Beispiel ein Restaurant oder eine Bahnhofshalle und konzentrieren Sie sich ausschließlich auf eine Tonquelle. Das selektive Hören klappt mit der Zeit immer besser.

Doppelte Information

Diese Übung ist eine kleine Steigerung zur vorangegangenen. Bitten Sie zwei Personen um Hilfe, die sich rechts und links von Ihnen platzieren. Beide beginnen nun, Ihnen etwas zu erzählen und Ihre Aufgabe ist es, beiden Geschichten zu folgen. Damit trainieren Sie Ihre Fähigkeit, in beide Richtungen zu hören und verbessern Ihr Sprachverstehen, was in geräuschvollen Situationen sehr von Vorteil sein kann.

Verstehen ohne Worte

Unbewusst achten wir beim Hören auch auf die Gestik und vor allem Mimik unseres Gegenübers. Das hilft ebenfalls dabei, das Gesagte im richtigen Kontext zu verstehen. Trainieren Sie diese Fähigkeit, indem Sie zum Beispiel die Nachrichten im Fernsehen auf stumm schalten und nur anhand der Lippen-, Wangen-, Zungen- und Kehlkopfbewegungen des Sprechers versuchen, den Beitrag zu verstehen. Die Übung klappt auch mit anderen: Machen Sie einen Ausflug mit der Familie oder Freunden und versuchen Sie mal, sich alle eine Zeit lang ganz ohne Worte zu verständigen.

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