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Auf dem Weg zur Normalität: Hörgeräte tragen

12/13/2016
Jasmin
Wiederhörensfreude-Begrüßung

Wer immer schlechter sieht, entscheidet sich in der Regel recht schnell, zum Augenarzt oder Optiker zu gehen und sich eine Sehhilfe zu besorgen. Bei einem schleichenden Hörverlust ist der Gang zum HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker nicht ganz so leicht und wird häufig vor sich hergeschoben. Doch warum eigentlich?

Sehhilfe versus Hörhilfe

Menschen, die eine Brille tragen, sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Längst sind Sehhilfen zum Designobjekt geworden und viele Brillenträger besitzen sogar unterschiedliche Modelle, die zum jeweiligen Outfit oder Anlass passen. Obwohl Hörgeräte immer mehr Technik in immer kleineren Modellen bereitstellen und es mittlerweile unzählige Designs gibt, ist das Tragen eines Hörgerätes immer noch für viele undenkbar. Dabei gibt es für Letztere eigentlich viel mehr Bedarf, denn zum Beispiel jeder Dritte über 50 Jahren hört schlecht, das sind immerhin 14 Millionen Deutsche. Zudem werden mehr Babys mit einer Hörschwäche geboren als mit einer Sehschwäche.

Vermutlich ist der Grund, warum nicht so viele Menschen, die theoretisch eines bräuchten, ein Hörgerät tragen: Die Gewöhnung. Eine Brille setzt man auf und man sieht wieder 100 Prozent. Dazu sieht sie schick aus und ist „gesellschaftlich anerkannt“. Beim Tragen von Hörgeräten ist das anders: Das Hören muss man regelrecht wieder lernen. Das Gehirn muss sich erst wieder auf die lauteren Töne und die Geräusche, die plötzlich wieder wahrgenommen werden, einstellen und sich an sie gewöhnen. Das ist eine Frage der Übung und Geduld – Voraussetzungen, die viele Menschen nicht mitbringen, weil alles „sofort wieder funktionieren soll“. Hinzu kommt, dass sich hartnäckig Vorurteile über Hörgeräte halten. Doch klobig und hässlich sind sie längst nicht mehr und bieten heute Technik, die für jeden Geldbeutel erschwinglich ist.

Hörgeräte peinlich? Nein!

Auch wenn das Hörgerät immer noch mit Akzeptanzschwierigkeiten zu kämpfen hat, so hat sich im Laufe der letzten Jahre das Image doch schon gebessert. Eine Umfrage, die regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt wird, hat ergeben, dass sich immer weniger Menschen schämen, ein Hörgerät zu tragen: 2009 waren es noch 56 Prozent, 2012 nur noch 52 Prozent und 2015 lag der Wert bei 42 Prozent, denen ihr Hörgerät peinlich ist. Im deutschen Teil der Studie waren es 2015 sogar nur 34 Prozent der Hörgeräteträger, die sich schämten. Allen anderen macht es nichts aus, die Hörhilfe zu tragen – so selbstverständlich wie eine Brille.

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