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Altersschwerhörigkeit – weitverbreitet, einfach behandelbar

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) bezeichnet die Hörminderung, die ab dem 50. Lebensjahr vermehrt auftritt. Man geht davon aus, dass schätzungsweise 13 bis 14 Millionen Menschen in Deutschland eine behandlungsbedürftige Hörminderung haben. Wir haben für Sie alles Wissenswerte zum Thema zusammengefasst.

Paar am Strand

→ Was sind Anzeichen für einen Hörverlust?
→ Welche Ursachen hat die Altersschwerhörigkeit?
→ Folgen unbehandelter Schwerhörigkeit
→ Schwerhörigkeit – wie damit umgehen?
→ Kann man einer Altersschwerhörigkeit vorbeugen?

Was sind Anzeichen für einen Hörverlust?

Ein Hörverlust kann sich auf verschiedenen Wegen ankündigen. Wenn Sie folgende Situationen kennen, könnten auch Sie einen Hörverlust haben:

  • Sie haben Schwierigkeiten, Unterhaltungen in einem lauten Umfeld zu folgen
  • Sie haben den Eindruck, dass Ihr Gesprächspartner nuschelt
  • Andere sagen, dass Ihr Fernseher und Radio zu laut eingestellt sind
  • Sie überhören Telefon- und Türklingeln
  • Naturgeräusche wie Vogelzwitschern nehmen Sie kaum noch wahr
  • Sie überhören Haushaltsgeräusche wie das Surren Ihres Kühlschranks

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken, sollten Sie einen HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker in Ihrer Nähe aufsuchen, um abzuklären, ob eine Hörminderung vorliegt. Altersschwerhörigkeit entwickelt sich in der Regel schleichend und es kann lange dauern, bis sie entdeckt wird. Je früher sie jedoch behandelt wird, desto besser sind die Behandlungserfolge. Oftmals geht der Hörverlust zusätzlich mit Ohrengeräuschen (Tinnitus) einher. Auch bei Ohrengeräuschen sollten Sie professionelle Hilfe aufsuchen.

Welche Ursachen hat die Altersschwerhörigkeit?

Zwei lachende Frauen mit KopfhörerBei der Altersschwerhörigkeit sind normale körperliche Verschleißerscheinungen der Hauptgrund für die Hörminderung. Die Haarzellen, welche für unser Hören unabdingbar sind, werden durch Schalleinwirkung in Schwingung versetzt. Wenn die Lautstärke (= die Schwingung) jedoch zu groß wird, knicken die Haarzellen ab und können sich nicht mehr regenerieren. Wer dauerhaft gut hören möchte, sollte sein Gehör daher nicht zu großen Lautstärken aussetzen.

Neben dem natürlichen Abnutzungsprozess gibt es weitere Faktoren, die eine Altersschwerhörigkeit begünstigen können:

  • Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
  • Lärm
  • Genetische Faktoren
  • Nikotinkonsum

Manchmal steckt hinter dem Hörverlust aber auch eine ganz harmlose Ursache wie zum Beispiel ein Ohrenschmalzpfropf (Cerumen). Durch unsachgemäße Ohrenreinigung mit Wattestäbchen kann das Ohrenschmalz ungewollt zum Trommelfell gedrückt werden, wodurch die Hörleistung erheblich verringert werden kann. Der Pfropf sollte dann von einem HNO-Arzt entfernt werden. Auch Krankheiten wie eine Mittelohrentzündung (Otitis media), Morbus Menière oder ein Hörsturz können Hörstörungen hervorrufen, weshalb ein Hörverlust immer mit einem HNO-Arzt abgeklärt werden sollte.

Folgen unbehandelter Schwerhörigkeit

Die Folgen eines unbehandelten Hörverlusts betreffen vor allem den zwischenmenschlichen Bereich. Da oftmals das Sprachverstehen eingeschränkt ist, werden Unterhaltungen schwierig bis unmöglich. Das ruft bei Betroffenen Frust und Scham hervor, sodass sie sich zunehmend zurückziehen. Folgen sind:

  • Einsamkeit
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Muskelverspannungen
  • Kopfschmerzen & Müdigkeit
  • Erhöhter Blutdruck

Des Weiteren wurde festgestellt, dass eine unbehandelte Hörminderung ein höheres Risiko für eine Demenzerkrankung birgt. Durch die Reizarmut wird das Gehirn nicht mehr so intensiv gefordert und dementsprechend verschlechtert es seine Leistung. Altersschwerhörigkeit kann sich also negativ auf Ihre Lebensqualität auswirken und sollte behandelt werden.

Schwerhörigkeit – wie damit umgehen?"

Wenn Sie bei sich Anzeichen für einen Hörverlust bemerkt haben, raten wir Ihnen zu einem Hörtest bei einem HNO-Arzt oder in einem unserer bundesweiten Fachgeschäfte. Der kostenlose Hörtest bei GEERS dauert nur 15 Minuten und liefert einen aufschlussreiches Ergebnis (Audiogramm) bezüglich Ihrer Hörleistung und ob Sie von der Altersschwerhörigkeit betroffen sind. Erfahren Sie hier mehr zu dem Ablauf eines Hörtests.

Wenn bei dem Hörtest ein Hörverlust diagnostiziert wurde, sollten Sie zunächst einen HNO-Arzt aufsuchen, der die Ursachen klären und mit Ihnen besprechen wird. Wissenswert ist, dass Hörgeräte eine Kassenleistung sind, wenn sie durch einen HNO-Arzt verschrieben wurden. Bei ihrem nächsten Besuch beim Hörgeräteakustiker werden Sie daraufhin ausführlich beraten, welche Hörhilfen für Sie infrage kommen. Da Hörbedürfnisse sehr unterschiedlich sind von Mensch zu Mensch, wird auf eine profunde Beratung viel Wert gelegt.

Fazit: Mit einer Altersschwerhörigkeit muss man sich nicht abfinden: Moderne Hörgeräte können helfen und sind heutzutage klein, unauffällig und leistungsstark. Sie verbessern die Lebensqualität von Hörgeräteträgern enorm und ermöglichen es, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Lesen Sie hier mehr Wissenswertes zu den Bauformen der Hörgeräte und für welche Bedürfnisse sie jeweils geeignet sind.

Kann man einer Altersschwerhörigkeit vorbeugen?

Wenn Sie einen gesunden Lebensstil pflegen, können Sie aktiv einen Teil dazu leisten, Altersschwerhörigkeit zu vermeiden oder zumindest einer starken Ausprägung vorzubeugen. Hilfreich ist es unter anderem:

  • Lärm zu meiden und/oder einen Gehörschutz zu tragen
  • Auf Nikotinkonsum zu verzichten
  • Eine gesunde Ernährung einzuhalten
  • Bei kaltem Wetter eine Mütze zu tragen (bei Neigung zu Ohrentzündungen)

Bei weiteren Fragen rund um Ihr Hörvermögen sind Sie herzlich zu einem Beratungsgespräch eingeladen: wir haben für alle Ihre Anliegen ein offenes Ohr.

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