Was leisten moderne Hörgeräte?
Heutiger Standard sind volldigitale Hörgeräte, die über einen digitalen Signalprozessor (Mini-Computer) verfügen und im Gegensatz zur Analogtechnik folgende Verbesserungen bieten:
- Befreiung von Eigenrauschen der Hörgeräte
- Verbesserung der Klangeigenschaften
- Präzise Signalanalyse, die es ermöglicht, nur ausgewählte Teile eines Signals zu verarbeiten
- Automatische Lautstärkeanpassung auf die Hörumgebung
Bestandteile eines Hörgerätes
Die Aufgabe eines Hörgerätes ist es, Sprache klar verständlich hörbar zu machen, ohne dabei die Schwelle zum unbehaglich Lauten zu überschreiten.
Zu den wesentlichen Bestandteilen eines jeden Hörgerätes gehören:
- Schallempfänger (Mikrofon): Hier wird der Umgebungsschall aufgenommen und in ein elektrisches Signal umgewandelt.
- Verstärker oder Prozessor (Mini-Computer): Hier wird das elektrische Signal entsprechend der Hörfähigkeit und der individuellen Bedürfnisse verarbeitet.
- Schallsender (Lautsprecher): Hier wird das verarbeitete Signal wieder in Schall umgewandelt und in das Ohr geleitet.
Bauarten
Moderne Hörsysteme stehen in unterschiedlichen Bauformen zur Verfügung:

- Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO-Hörgeräte): Diese sitzen hinter der Ohrmuschel, wiegen meist nur wenige Gramm und können auf unterschiedliche Weisen mit dem Gehörgang verbunden werden. HdOs sind relativ robust und werden mit jeder Signalverarbeitungstechnik und für jede Hörsituation angeboten.
- Im-Ohr-Hörgeräte (IO-Hörgeräte): Wenn die gesamte Technik in einem kleinen Gehäuse vollständig im Gehörgang Platz finden soll, kann ein maßgefertigtes IO-Hörsystem zur Anwendung kommen. Die kleine Bauform des IO-Hörsystems wird wesentlich von dem Durchmesser und dem Verlauf des Gehörganges beeinflusst. Bei zu engen Gehörgängen scheidet diese Bauform aus. Ab einer bestimmten Stärke des Hörbedarfs ist diese Technik unzureichend, da die Leistungsfähigkeit dieser Geräte eingeschränkt ist.