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Wem helfen Hörgeräte?

Helfen Hörgeräte bei jeder Art der Hörminderung?

Grundsätzlich werden drei Arten des Hörverlustes unterschieden: Schallleitungs-Schwerhörigkeit, Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit und die Schallempfindungs-Schwerhörigkeit. Während bei der Schallleitungs-Schwerhörigkeit die Störung meist im Außen- oder Mittelohr liegt (Entzündungen oder Verstopfungen), ist bei der Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit die Verarbeitung der Hörsignale im Gehirn gestört.

Bei der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit ist in der Regel das Innenohr betroffen: die Hörschnecke oder der Hörnerv sind dann geschädigt. Zwar gelangt der Schall bis ins Innenohr, wird von dort jedoch nicht korrekt weiter geleitet. Wenn das Innenohr von Hörverlust betroffen ist, kann dieser in den meisten Fällen durch den Einsatz moderner Hörgeräte ausgeglichen und so das Hörvermögen spürbar verbessert werden.

Es ist äußerst wichtig, rechtzeitig zum HNO-Arzt zu gehen: Wenn Sie das Gefühl haben, in letzter Zeit nicht mehr so gut zu hören, sollten Sie nicht lange warten. Der Arzt kann beispielsweise schnell feststellen, wenn die Gehörgänge lediglich durch Ohrenschmalzpfropfen (Cerumen) verstopft sind. Diese Art der Hörstörung lässt sich sehr schnell und einfach beheben. Aber auch wenn eine Schädigung des Innenohrs vorliegt, lohnt es sich, schnell zu handeln. Denn eine solche Schädigung lässt sich nicht mehr beheben. Sie werden damit leben müssen – und mit Hörgeräten lässt sich das wesentlich leichter bewerkstelligen.

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Wie stark muss der Hörverlust sein, damit Hörgeräte helfen?

Die meisten Geräusche in unserem Alltag liegen in einem Frequenzbereich von 500 bis 3.000 Hertz (Hz). Dazu zählen sowohl Sprache, als auch Musik oder das Klingeln des Telefons. Wenn Ihre Hörkurve in diesem Bereich unter einen Schwellenwert von 30 Dezibel abfällt, dann liegt bei Ihnen eine so genannte mittelgradige Hörminderung vor. Bereits ab diesem Bereich ist der Einsatz von modernen Hörgeräten mehr als ratsam, da sie Ihr Hörvermögen spürbar verbessern können.

Selbst wenn diese Indikationsgrenze noch nicht erreicht ist: Wenn Betroffene unter der Hörminderung leiden, kann auch dann eine Hörgeräteversorgung sinnvoll sein. Ausschlaggebend sollte nicht allein die Messung sein, sondern das subjektive Empfinden des Einzelnen.

Betroffene können gemeinsam mit dem Hörgeräteakustiker Hörgeräte testen – wenn sie helfen, dann sollten sie auch benutzt werden.


Cochlea-Implantat - Wenn Hörgeräte nicht helfen

In manchen Fällen reichen hochentwickelte Hörgeräte nicht aus, um die vorliegende Hörminderung auszugleichen. Betroffene merken es beispielsweise daran, dass sie zwar hören können, aber oft nicht verstehen können, was andere sagen. Meist fällt es ihnen auch schwerer, Beiträge im Fernsehen und Radio zu verfolgen. In diesen Fällen kann ein Cochlea-Implantat (CI) helfen, wieder besser zu hören.

Das CI ist eine elektronische Innenohrprothese, die als Ersatz ausgefallener Innenohrstrukturen dient und so das Hören wieder ermöglicht. Es wird chirurgisch hinter dem Ohr unter der Kopfhaut platziert, mit einem Elektrodenträger, der in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt wird.

Das Cochlea-Implantat kann in jeder Altersstufe für eine verbesserte Lebensqualität sorgen, auch im hohen Alter. Wichtig ist die frühzeitige Versorgung, da sich das Gehör sonst entwöhnt. Die Fähigkeit, Sprache und Geräusche zu identifizieren und zu interpretieren wird verlernt. Je früher jedoch mit der Versorgung begonnen wird, desto leichter fällt Betroffenen die Rehabilitation.

Cochlea-Implantate sind auch bei plötzlicher Ertaubung, beispielsweise durch einen Hörsturz, sehr effektiv, da die Höreindrücke noch präsent sind im Gehirn. Kinder, die gehörlos auf die Welt kommen und frühzeitig implantiert werden, haben so die Chance ein fast normales Gehör zu entwickeln.

Übrigens: Das GEERS Fachzentrum bietet unter anderem die Pflege und Wartung von Cochlea-Implantaten an.

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