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Was hören Babys im Mutterleib?

08/10/2017
Nadine
Was hoeren Babys im Mutterleib?

Wann entwickelt sich eigentlich das Gehör? Wie hört sich die Umgebung im Bauch der Mutter an? Hören Ungeborene wirklich Musik und Stimmen?

Die Ausbildung des Hörsinns im Mutterleib ist ein faszinierendes Forschungsgebiet. Föten hören nämlich viel mehr, als Sie vielleicht glauben!


Entwicklung des Hörsinns

Wer denkt, dass erst nach der Geburt die Geräusche der Welt auf das Baby treffen, der irrt sich! Bereits in der 22./23. Schwangerschaftswoche, also etwa nach der Hälfte, ist die Cochlea (Hörschnecke) vollständig entwickelt. Ab diesem Zeitpunkt bekommt das ungeborene Kind schon Einiges mit: Zuerst sind es eher die Geräusche, die von der Mutter ausgehen, zum Beispiel der Herzschlag, das Rauschen des Blutkreislaufs, ein rumorender Magen und natürlich die Stimme. Dass das für die Mutter-Kind- Bindung enorm wichtig ist, haben Studien gezeigt: Weil es eines der ersten Geräusche ist, dass das Ungeborene wahrnimmt, ist es in der Lage, die Stimme der Mutter nach der Geburt sofort wiederzuerkennen.

Etwa ab der 35. Woche kann der Fötus auch Tonhöhen unterscheiden. Nun hören ungeborene Kinder nicht nur die Stimme der Mutter, sondern auch die eher tiefere Stimme des Vaters, denn der wachsende Bauch bewirkt, dass tiefe Töne durch die Bauchdecke und das Fruchtwasser besser weitergeleitet werden. Zudem können die kleinen Wesen schon die Rhythmen verschiedener Sprachen voneinander unterscheiden.

Fördert Musik die Entwicklung?

Bisher ist es nicht eindeutig bewiesen, dass Musik hören während der Schwangerschaft die Musikalität des Kindes fördert. Was man jedoch weiß ist, dass ebenso wie Stimmen auch die Grundrhythmen und -frequenzen verschiedener Musikstile beim Fötus ankommen. Das Gehirn ist bereits so weit entwickelt, dass sich das Ungeborene äußere Geräusche merken kann und sie auch wiedererkennt. Vielleicht fördern Mozart oder Popsongs nicht direkt die Kreativität, aber sie trainieren möglicherweise das Gehirn und fördern damit die Lernfähigkeit des Kindes. Mit anderen Worten: Viel mit dem ungeborenen Kind zu sprechen und eine musikalische Kulisse zu schaffen, ist auf jeden Fall eine gute Idee!

Beruhigende Klänge

Es ist hell, kalt und verhältnismäßig laut – kein Wunder, dass die Kleinen ihre neue Welt mit einem kräftigen Schrei begrüßen! Im Mutterleib haben sie Geräusche vor allem gedämpft gehört, immer umgeben vom kontinuierlichen Rauschen durch den Blutkreislauf der Mutter. Mittlerweile weiß man, dass ebensolche monotonen Klänge die Babys auch nach der Geburt beruhigen, weil es sie an den geborgenen Raum erinnert. Staubsaugen, Föhnen oder Trockner können also wahre Wunder wirken – mittlerweile kann man sogar CDs mit solchen Geräuschkulissen kaufen.

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