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Ohrwürmer – woher sie kommen und wie wir sie loswerden

11/12/2015
Sarah
Frau denkt an Musik

Wer kennt das nicht? Man hat ganz plötzlich die Melodie eines bekannten Liedes im Kopf und kann sich nicht richtig erinnern, wo man sie gehört hat. Das Problem: Man hört das Lied immer und immer wieder – ein Ohrwurm ist geboren. Doch wie entsteht er und – noch viel wichtiger – wie wird man ihn wieder los?

Ein kurzes Anspielen reicht
Das Phänomen „Ohrwurm“ ist schon lange bekannt und auch Gegenstand der Forschung vieler Psychologen. Diese können mittlerweile recht gut erklären, wieso wir manchmal eine hartnäckige Melodie im Kopf haben und sie einfach nicht loswerden. So ist man sich einig, dass die Musik über die Ohren wahrgenommen wird und Eingang ins Langzeitgedächtnis findet. Das erklärt, warum es nur wenige Töne der Melodie oder ein Stichwort aus dem Text benötigt, um das Musikstück aus dem Langzeitgedächtnis wieder abzurufen.

Nicht jedes Lied hat Ohrwurm-Potenzial
Häufig sind es Schlager, Anfangsmelodien von Serien oder erfolgreiche Pop-Nummern: Ohrwürmer zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine komplexen Rhythmen haben und wenig große Tonsprünge machen. Ein einfacher, eingängiger Text – am besten in der Muttersprache – „erleichtert“ die Entstehung eines Ohrwurms.

Eigene Ohrwürmer schaffen
Die Melodien, die man normalerweise während einer solchen Situation im Kopf hat, stuft man als nervend ein. Das aktuelle Lied des eigenen Lieblingskünstlers darf einen hingegen gerne über den Tag begleiten. Forscher raten also dazu, sich einfach eigene Ohrwürmer zu schaffen, indem man gezielt Musik hört, die man mag. So seien Menschen, die sehr selten bewusst Musik hören etwas anfälliger für das Ohrwurm-Phänomen.

Ablenkung hilft
Sollte es doch einmal dazu kommen, dass man von einem Ohrwurm erwischt wird, den man selbst nicht gern hört, hilft eine angenehm fordernde Beschäftigung. Das heißt, zu leichte Aufgaben lassen immer noch genügend Raum für den Ohrwurm als „Begleitmusik“. Bei sehr schweren Denkaufgaben lenkt der Ohrwurm früher oder später ab und ist so präsent wie vorher. Laut Forschungsergebnissen wirken angenehme Gedächtnisleistungen wie etwa ein einfaches Sudoku, Schachspielen oder intensive Gespräche am besten gegen die imaginäre Musik im Kopf.

Abhilfe schafft außerdem, das Lied einmal vollständig zu hören: Normalerweise hat man nur Melodie- und Textfetzen als aktive Gedanken im Kopf, die das Gehirn nicht als „erledigt“ abhaken kann. Durchbricht man diesen Kreis mit dem gesamten Lied, wird es meist wieder ins Langzeitgedächtnis verschoben und der Ohrwurm ist – vorerst – weg.

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