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Was unser Musikgeschmack über uns aussagt

02/08/2018
Fatih
Musikgeschmack

Die Beatles, Helene Fischer, Scooter oder doch lieber Mozart? Die Geschmäcker in punkto Musik sind zum Glück verschieden – der eine schwelgt mit Oldies in Erinnerungen, der andere kommt bei Punkrock erst richtig in Fahrt und der Dritte lauscht lieber einem virtuosen Violinkonzert. Wussten Sie, dass Ihr Musikgeschmack außerdem etwas über Ihre Persönlichkeit verrät?

Musik und Persönlichkeit passen zusammen

Eins vorweg: Musikgeschmack ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich im Laufe des Lebens. Zudem ist er stark abhängig vom Kulturkreis, in dem eine Person aufwächst. Dennoch weisen Studien darauf hin, dass grundlegende Persönlichkeitsmerkmale, zum Beispiel Offenheit für neue Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit oder Extrovertiertheit in Zusammenhang mit den bevorzugten Musikgenres steht. An der Universität Cambridge wurden Probanden gebeten, ihre Lieblingsmusik zu nennen, gleichzeitig wurden Persönlichkeitsprofile von ihnen erstellt. Die Playlisten wurden wiederum Testpersonen vorgespielt, die Rückschlüsse auf die dazugehörige Person ziehen sollten. In erstaunlich vielen Fällen war die Einschätzung korrekt:

Energiegeladene, enthusiastische Musik mit Gesang wurde in Verbindung mit Extrovertiertheit gebracht, wohingegen Hörer von Country-Musik als emotional stabil und etwa Jazz-Liebhaber als intellektuelle Persönlichkeiten charakterisiert wurden. In einer anderen Studie wurden Persönlichkeitsmerkmale und Musikgeschmack ebenfalls in Beziehung gesetzt und versucht, eindeutige Musiktypen herauszufiltern. Herausgekommen sind sogenannte „E-Typen“ mit hohen Empathiewerten und „S-Typen“, die systemisch denken, also Interesse an Mustern, Systemen und Regeln haben. Erstere stehen eher in Verbindung mit gefühlsbetonter, emotionaler Musik und fühlen sich beispielsweise im Singer-Songwriter-Genre recht wohl. „S-Typen“ hingegen mögen es etwas lauter und härter, sind schnellen Beats nicht abgeneigt. Natürlich gibt es auch einen Mischtyp – denn ganz eindeutig ist der Zusammenhang von Musikgeschmack und Persönlichkeit dann doch nicht immer.

Wir mögen, was sich wiederholt

Wie jeder bei sich selbst sicherlich beobachten konnte und kann, ändert sich der Musikgeschmack im Laufe des Lebens. Was man früher gern gehört hat, muss heute nicht mehr passen und gerade in Teenager-Zeiten ist Musikgeschmack auch häufig ein Ausdruck der Rebellion gegen die Eltern und Zugehörigkeit zu einer anderen Gruppe. Dennoch: Wenn man als Kind an sehr viele unterschiedliche Genres herangeführt wurde, kann es sein, dass man Vorlieben später wiederentdeckt bzw. einen einfacheren Zugang zu neuen Musikrichtungen findet. Außerdem „steht“ unser Gehirn auf Wiederholungen. Was wir schon einmal als schön und angenehm empfunden haben, werden wir als solches auch wiedererkennen. Ein Refrain oder ein Thema, das immer wieder kommt, hat einen positiven „Belohnungseffekt“. Als angenehm wird übrigens auch solche Musik empfunden, die von den „Beats per Minute“ (bpm) her nicht zu weit von unserem Herzschlag – ungefähr 70 Schläge pro Minute – entfernt ist. 

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