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Musikerambulanz: Hilfe für die Ohren

04/13/2016
Julien
Berufsmusiker

Ob Rock, Pop oder Klassik: Musiker haben Singen, den Umgang mit Instrumenten und die Liebe zu Melodien zu ihrem Beruf gemacht. Damit einhergehend ist jedoch die Lautstärke, die sie tagtäglich umgibt. Das macht Musiker zu einer Gruppe mit ganz spezifischen „Berufskrankheiten“.

In der Uniklinik in Düsseldorf gibt es eine besondere Abteilung: Die Musikerambulanz beschäftigt sich mit Patienten, die an typischen Symptomen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit leiden: Kehlkopf- und Stimmbandentzündungen, Sehnenscheidenentzündungen oder eben Lärmschwerhörigkeit. Neben der Untersuchung und Therapie liegt das Hauptaugenmerk der Mediziner im Bereich der Forschung und der Prävention.

Risiko steigt mit Berufsjahren

Wie in jedem anderen Beruf zeigen sich die Beschwerden auch bei Berufsmusikern erst nach einigen Jahren oder gar Jahrzehnten auf der Bühne oder im Orchester. Gerade in Bezug auf die Lärmschwerhörigkeit ist es erstaunlich, dass es kaum einen Unterschied zwischen den Genres gibt: Ein Rockmusiker – für den lauter Gitarrensound einfach dazugehört – kann genauso eine Hörminderung erleiden wie ein Musiker, der im klassischen Orchester Pauke oder Tuba spielt.

Anforderungen haben zugenommen

Nicht selten treffen die Mediziner der Musikerambulanz in Düsseldorf auf stressbedingte Hörprobleme: Die Anforderungen für Berufsmusiker haben zugenommen, sie werden häufiger eingesetzt, haben längere Arbeitszeiten und die Erholungsphasen seien kürzer geworden. Davon abgesehen sind die Auftritte selbst eine körperliche Herausforderung, gerade bei Rockmusikern: Neben der Lautstärke tun auch die Hitze durch Scheinwerfer und die pausenlose Bewegung, für die eine gute Kondition notwendig ist, auf der Bühne ihr Übriges.

Hilfe durch Prävention

Die Mediziner, die sich auf „Musikerkrankheiten“ spezialisiert haben, arbeiten mit den Betroffenen eng zusammen, um zum Beispiel einen Hörverlust oder Gelenkbeschwerden durch falsche Haltung, zu vermeiden. In Bezug auf die Ohren spielt dabei der Gehörschutz eine wichtige Rolle. Speziell für Musiker entwickelter Gehörschutz ist durchlässig für alle wichtigen Informationen, die man beim Singen oder Spielen eines Instrumentes im Orchester braucht, schont aber gleichzeitig das Hörorgan vor Lautstärke. Bei akuten Problemen, etwa einem Hörsturz oder Tinnitus hilft die entsprechende Therapie. Manchmal kommen jedoch auch Musiker nicht um das Tragen eines Hörgerätes oder das Einsetzen eines Implantates herum.

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