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„Ich bin schwerhörig, na und?“

10/11/2016
Kristin
Renee Iseli Smits

Ich bin schwerhörig, na und? – Schwerhörigkeit im Alltag so heißt der Blog von Renee Iseli-Smits. Grund genug für uns, das Angebot einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, was dahinter steckt.

Die Schweizer Bloggerin Renee Iseli-Smits schreibt auf unterhaltsame Art über Ihren Alltag mit der Hörminderung, Reisen und Sport, aber auch über Hilfsmittel oder Termine beim Hörakustiker. Die Themen sind mitunter recht unterschiedlich und entstammen allesamt ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. Oft ist es etwas, dass sie beschäftigt und dass sie so verarbeiten und Revue passieren lassen kann.

Leben mit der Hörminderung

Seit ihrem 18. Lebensjahr trägt die aus den Niederlanden stammende Iseli-Smits Hörgeräte, zunächst nur auf der rechten Seite, schließlich Im-Ohr-Geräte links und rechts. Seit einem Hörsturz 2007 trägt sie Hinter-dem-Ohr-Geräte auf beiden Seiten. Zu Beginn war die Abneigung gegen die Hörgeräte groß. „Das brauche ich doch nicht und so gucken die Jungs mich doch nie mehr an ...“ Doch schließlich siegte die Vernunft über die Eitelkeit.

Heute ist Iseli-Smits 49 Jahre jung und lebt mit ihrem gut hörenden Mann in der Schweiz. Hier ist sie aktiv im Vorstand eines Selbsthilfevereins für Hörbeeinträchtigte tätig, sowie ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Altersheim, wo sie ältere Menschen besucht und Ihnen vorliest. Des Weiteren begleitet sie hin und wieder – auch ehrenamtlich – Hörbeeinträchtigte bei der Arbeitssuche.

Damit kann sie an ihren eigentlichen Beruf als Arbeitsberaterin und Jobcoach anknüpfen. Bis 2009 war sie in den Niederlanden als Arbeitsberaterin und Jobcoach für Hör- und Sprachbeeinträchtigte tätig. Dabei hat sie Betroffene bei der Arbeitssuche unterstützt und sie – wenn nötig – auch am Arbeitsplatz begleitet.

Warum ein Blog

Der Blog ist das Ergebnis eines langen Prozesses, der mit dem Bewusstsein begann, dass Schwerhörigkeit in den Medien fast nur negativ besetzt vorkommt. Bei positiven Berichten wird immer sehr betont, dass es Ausnahmen sind. „Das hat mich geärgert, denn Hörbeeinträchtigte brauchen positive Beispiele, um sichtbarer zu werden und Tabus abzubauen“, erklärt Iseli-Smits.

Sie sagt, sie drängt sich nicht gern in den Vordergrund, daher soll es im Blog nicht in erster Linie um sie selbst gehen, auch wenn ihre eigenen Erfahrungen als Beispiel dienen. Zunächst war es ein Experiment, um so für Austausch und Aufklärung zu sorgen. „Mein Hauptziel ist es, meine Erfahrungen mit anderen Hörbeeinträchtigten zu teilen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Ich möchte mit meinem Blog Hörbeeinträchtigte ermutigen, selbst offen über ihre Hörbeeinträchtigung zu reden, damit das Thema mehr in die Öffentlichkeit kommt. Besonders freut es mich, wenn der Blog eine Brücke schlägt zwischen Hörbeeinträchtigten und Guthörenden.“

Bisher sei der Blog ausschließlich positiv angekommen und manche Leser schreiben. Wenn Leser schreiben, dass sie sich in einem Beitrag wieder erkennen, dann habe sie ihr Ziel erreicht. Wenn Renee Iseli-Smits sich etwas wünschen dürfte, dann dass ihre Blogtexte bei einem Verlag herausgegeben werden – sie würde auch gerne Lesungen geben. Wir wünschen ihr viel Erfolg dabei.

Wer reinlesen möchte, findet den Blog hier und auch bei Facebook.

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