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„Durch Watte hören“: Was tun bei einem Hörsturz?

07/13/2016
Nina
Hörsturz Therapie

Zwischen 40 und 100 von 100.000 Menschen sind pro Jahr von einem Hörsturz betroffen. Das heißt, von einem Moment auf den anderen lässt das Hörvermögen – meist nur auf einem Ohr – stark nach. Von einem Gefühl, als würde man durch Watte hören, bis hin zu einer kompletten Taubheit, ist alles möglich. Welche Therapiemöglichkeiten es gibt, haben wir zusammengestellt.

Abwarten oder handeln?

Früher galt ein Hörsturz als Notfall, der sofort eine Behandlung erfordert. Das sieht man heute anders: Da die Ursache für einen Hörsturz bisher nicht zweifelsfrei geklärt ist und nicht jede Therapie erfolgversprechend ist, sollten Betroffene zunächst einmal abwarten, vor allem wenn die Beeinträchtigung nicht zu groß ist. In rund 50 Prozent der Fälle kehrt das normale Hörvermögen nämlich innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurück. Wer nach dieser Zeitspanne keine Verbesserung spürt, sollte einen HNO-Arzt aufsuchen.

Kortison und Co.: Diese Therapieformen gibt es

Wer von einem Hörsturz betroffen ist, sollte wissen, dass es keinen „Königsweg“ der Behandlung gibt. Drei Therapieformen haben sich in der Vergangenheit jedoch bewährt.

  • Kortison: Das entzündungshemmende Mittel wird entweder als Infusion oder Tabletten verabreicht und soll Schwellungen im Innenohr, die Auslöser für einen Hörsturz sein könnten, heilen.
  • Intratympanale Therapie: Für den gezielteren Einsatz von Kortison an seinem Bestimmungsort wird der höher konzentrierte Wirkstoff direkt verabreicht. Mit einer sehr feinen Nadel kann der Arzt das Kortison direkt in das Innenohr spritzen.
  • Infusionen: Ebenfalls bewährt hat sich die Behandlung mit Mitteln wie Hydroxyethylstärke (HES), die den Blutfluss und damit die Durchblutung im Innenohr verbessern.

Wie stehen die Erfolgschancen?

Durch das Abwarten und die Behandlung mit den genannten Therapieformen werden beim Hörsturz gute Ergebnisse erzielt und das Hörvermögen kehrt in den meisten Fällen fast vollständig zurück. Bei zehn bis 20 Prozent der Betroffenen lässt sich eine bleibende Hörminderung jedoch nicht vermeiden. Ein Hörgerät kann dabei helfen, genau die Frequenzbereiche zu ersetzen, die durch den Hörsturz verloren gegangen sind.

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