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Balsam für die Ohren

11/20/2014
von Fabio
Enkel mit Gitarre

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden: Der eine kommt ins Schwelgen, wenn er Bruce Springsteen lauscht, der andere kann nur zu Vivaldi und Co. so richtig ausspannen. Geht es um Störgeräusche sind sich jedoch alle einig: Ein brummendes Flugzeug, kreischende Sägen oder keifendes Hundegebell empfinden wohl die Wenigsten als Ohrenschmaus. Aber woran liegt es, dass wir einige Klangbilder als angenehm und andere als Qual empfinden? Unser Gehör fungiert hier als Türsteher und entscheidet sehr genau darüber, was und wie etwas bei uns ankommt.

Das (Klang-)Tor zur Welt

Töne dringen nämlich keineswegs zufällig und ungefiltert in unsere Ohren. Bereits auf dem Weg zum Gehirn werden die Klänge analysiert und vorsortiert. Höreindrücke werden zunächst als Hörmuster klassifiziert – hier  fällt also schon mal die Entscheidung, ob es sich um das regelmäßige Tropfen eines Wasserhahns handelt oder etwa um eine komplexe Tonabfolge, wie etwa ein Jazzstück. Je weiter die Klänge im Gehirn vordringen, desto breiter werden sie aufgefächert, bis sich schließlich entscheidet, ob wir Klangbilder als schön oder schrecklich empfinden.

Handelt es sich um angenehme Klänge wie Musik, wird das Ton-Signal vom so genannten Gyrus cinguli verarbeitet und dabei das Belohnungszentrum im Hirn aktiviert. Das erklärt auch, warum sich die Laune mit jedem „Tönchen“ etwas zu heben scheint.

Dissonanzen hingegen landen in einer Gehirnregion, in der sich das akustische Gruselkabinett tummelt und verarbeitet wird, dem so genannten Gyrus parahippocampalis.

Geschmack ist erlernbar

Ob Musik jedoch in der einen oder anderen Ecke des Gehirns verarbeitet wird, hängt vor allem von den eigenen Präferenzen und Vorlieben ab. Über Geschmack lässt sich zwar streiten, er ist jedoch auch erlernbar. Denn was wir für angenehm und schön halten, ist stark durch unser kulturelles Umfeld und die „Hör-Landschaft“ in der wir aufgewachsen sind, geprägt. Und weil jeder seine Umwelt etwas anders wahrnimmt, ist auch der Musikgeschmack jedes Menschen etwas anders.

Wenn Ihr Partner also mal wieder laut AC/DC im Auto aufdreht, sollte man sich nachsichtig zeigen, denn vermutlich wird er ähnlich leiden, wenn mal wieder Helene Fischer aus dem Wohnzimmer trällert.

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