Hör Tipps für besseres Hören

Tipps für Ihren Weg zu einem besseren Hören

Wenn Sie beginnen, mit einer Hörhilfe zu leben, werden Sie zunächst viele neue Eindrücke sammeln. Sie müssen Ihren „neuen Begleiter“ in der Praxis erst einmal genauer kennen lernen und sich an ihn gewöhnen.

Wir empfehlen Ihnen, hierbei mit Ihren Angehörigen oder Freunden zusammenzuarbeiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Hören mit einer Hörhilfe merklich erleichtern.

  • Erleben Sie Ihre neuen Höreindrücke am Anfang mit Ihren Angehörigen. Erfahren Sie gemeinsam Ihre neu zu entdeckende Hör-Umwelt. Fragen Sie ruhig nach, wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie gerade hören oder aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.
  • Lassen Sie sich helfen, wenn es mit dem Einsetzen der Hörhilfe ins Ohr nicht sofort klappt.
  • Schlagen Sie bei Schwierigkeiten in der Bedienungsanleitung nach.
  • Lassen Sie sich bei der Reinigung und Pflege Ihrer Hörtechnik ruhig einmal zuschauen und Tipps geben. Das gibt Sicherheit.
  • Lassen Sie sich aus einem Buch oder aus der Zeitung vorlesen, das trainiert Ihr Gehör beim Verstehen.
  • Lesen Sie ihrem Gegenüber selbst laut vor - so bekommen Sie wieder ein Gefühl für die eigene Stimme.
  • Lassen Sie sich von Ihren Angehörigen vom ersten Tag an aktiv unterstützen und zum täglichen Gebrauch der Hörtechnik ermuntern, denn „nur Übung macht den Meister“.

Beachten Sie auch die folgenden Tipps, mit deren Umsetzung Sie das Verstehen mit einem Hörsystem zusätzlich verbessern können:

Achten Sie auf Hintergrundgeräusche, die Sie irritieren könnten. Sind Hintergrundgeräusche vorhanden,

  • versuchen Sie, diese möglichst zu reduzieren (Fenster, Türen schließen usw.)
  • wechseln Sie den Raum oder die Sitzposition
  • bitten Sie um Ruhe
  • verschieben Sie das Gespräch auf einen anderen Zeitpunkt

Beachten Sie auch die Lichtverhältnisse.

  • Die Räume sollten hell beleuchtet sein.
  • Das Gesicht des Gesprächspartners sollte gut beleuchtet sein. Das erleichtert das Ablesen vom Mund.
  • Sind die Lichtverhältnisse ungünstig, ändern Sie eventuell die Beleuchtung oder die Sitzordnung.

Bedenken Sie auch, dass Sie durch optische Einflüsse abgelenkt werden können. Eine unruhige Gesprächsatmosphäre und hektische Betriebsamkeit um Sie herum wirken sich störend aus. Versuchen Sie daher,

  • durch Unruhe und Hektik bestimmte Situationen zu meiden und sich gegebenenfalls in ein ruhiges Eck zurückziehen
  • um Rücksichtnahme zu bitten
  • Gespräche zu verschieben (Warten Sie beispielsweise das hektische Treiben am Bahnsteig ab und beginnen Sie eine Unterhaltung erst in einem ruhigen Abteil des Zuges.)

Beachten Sie die Tageszeit.

  • Fügen Sie wichtige Gespräche so in Ihren Tagesablauf ein, dass deren Zeitpunkt für Sie günstig liegt, denn Ihr Hörvermögen und das Absehen vom Mund hängen von der Tageszeit ab.

Achten Sie auf die Gesprächsdauer.

  • Versuchen Sie, Gespräche möglichst kurz zu halten, denn mit zunehmender Dauer nimmt die nötige Konzentration ab.
  • Bitten Sie im Fall eines längeren Gesprächs zwischendurch um kleinere Gesprächspausen.

Sprechen Sie Ihre Situation an.

  • Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Hörsituation und über günstige Verhaltensweisen, die für ein gutes Verstehen hilfreich sind.
 
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