In dieser Rubrik haben wir diverse Informationen für Sie zusammengestellt. Gern nehmen wir Ihre Wünsche und Anregungen für weitere Themen auf.
Wie ist Richtungshören technisch möglich?
Voraussetzung für das Richtungshören ist das binaurale Hören. Anhand der Intensitäts- und Laufzeitunterschiede werden die ankommenden Schallwellen lokalisiert. So ist das menschliche Gehirn in der Lage, zu erkennen, aus welcher Richtung ein akustisches Signal kommt, und eine Orientierung im Raum ist möglich. Bei Hörgeräteträgern wird der Gehörgang verschlossen und die natürliche Schallortung des Ohres verhindert. Technisch kann das Richtungshören und das Sprachverstehen durch die Kombination von mehreren Mikrofonen verbessert werden. Eine Hörtechnik mit Richtmikrofon analysiert den Schall, und eine Erkennung der Richtung ist möglich, indem Sprache vom Gesprächspartner gegenüber verstärkt und Geräusche von hinten abgeschwächt werden. Immer mehr Hörtechniken sind dabei nicht „starr“ ausgerichtet, sondern erkennen die Richtung, aus der Sprache kommt. Diese variablen Mikrofone verbessern in Kombination mit einer Unterdrückung von Umgebungslärm das Verstehen von Sprache in geräuschvoller Umgebung erheblich. Doch arbeitet jedes Hörgerät einzeln und die jeweiligen Kompressionssysteme sind nicht aufeinander abgestimmt. Daher setzt die neueste Hörgerätetechnologie auf binaurale Interaktion. Dabei stimmen sich die beiden Hörgeräte untereinander in ihrer Signalverarbeitung ab. Der Eingangsschall beider Hörgeräte wird miteinander verglichen, die Intensitäts- und Laufzeitunterschiede bleiben erhalten und so auch die Asymmetrie des Klangbilds.
Nur bei GEERS: Der Ortungstest
Mit dem Ortungstest, der im Sommer 2008 in das GEERS-System integriert wurde, kann das Ortungsvermögen der Kunden/Patienten überprüft werden. In der Rubrik HörBericht finden Sie unter der Ausgabe 81 - Mai 2008 - ein Fachthema zum Ortungstest.
Nahezu unsichtbar, offen und leistungsstark – die neue Generation der Im-Ohr-Hörgeräte
Moderne Hörsysteme werden immer kleiner, kompakter und leistungsfähiger. Eine Entwicklung, die sich positiv auch auf die Herstellung der kleinen Im-Ohr-Hörsysteme auswirkt. Durch die Weiterentwicklung im Im-Ohr-Hörgeräte-Segment sind audiologische Hürden überwunden worden, die nun auch Raum für Im-Ohr-Hörgeräte in einer Qualitätsberatung zulassen. Großen Anteil an diesem Wandel hat die neue innovative Ohrschale. Kein Okklusionseffekt, eine wesentlich bessere Belüftung des Gehörgangs und eine natürliche Schallaufnahme mit verbessertem Richtungshören sind gute Gründe, dem begehrten Kundenwunsch in vielen Fällen mit gutem Gewissen nachkommen zu können. So stellt die IO-Versorgung eine Alternative zur längst etablierten, offenen Versorgung mit Mini-HdO-Systemen dar.
Nachfolgend zwei Beispiele aus dem Anpassbereich
Anpassbereich Oticon Vigo CIC
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Anpassbereich Siemens Nitro CIC

Wussten Sie, dass Hörverluste die Beziehung belasten können?
Gehörverlust, zunehmend auch Problem der Jungen, gefährdet Beziehungen, Freundschaften, Sozialkontakte – gefährdet schlechthin die Freude am Leben. Ein Ergebnis neuester US-Studien: Paare leiden sehr, wenn einer der Partner ein Hörproblem hat. Weit mehr als die Hälfte normal hörender Verheirateter der Nachkriegsgeneration gibt an, von der Schwerhörigkeit des Partners genervt zu sein. 48 Prozent sehen darin einen negativen Effekt auf die Beziehung. „Es besteht das hohe Risiko, dass die Schwerhörigkeit eines Partners eine so große Belastung für die Beziehung darstellt, dass diese daran zerbricht“, konstatiert Kim Ruberg, Generalsekretär von Hear-it AISBL, einer internationalen, nicht kommerziellen Organisation, die sich mit dem Thema Schwerhörigkeit auseinandersetzt.













